Leichtathletik-WM

Tesfaye und Schlangen ziehen ins 1.500-m-Halbfinale

Die deutschen 1.500-m-Läufer Homiyu Tesfaye und Carsten Schlangen qualifizieren sich in ihren Vorläufen für das Halbfinale am Freitag.

WM Carsten Schlangen

Carsten Schlangen qualifizierte sich als Fünfter in seinem Vorlauf für das Halbfinale.

Bild: photorun.net

Für die deutschen Läufer gab es am Mittwoch bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften einen kleinen Lichtblick. In den 1.500-m-Vorläufen qualifizierten sich sowohl Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt) als auch Carsten Schlangen (LG Nord Berlin) für das Halbfinale, das am Freitagabend in Moskau stattfinden wird.

Carsten Schlangen, der bereits im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen das Halbfinale erreicht hatte, hatte bei der Auslosung Glück. Er war im schwächsten der drei Vorläufe. Aus jedem dieser Rennen qualifizierten sich die ersten sechs Läufer sowie sechs weitere Zeitschnellste für die nächste Runde.

Carsten Schlangen belegte im zweiten Vorlauf den fünften Rang in 3:40,31 Minuten und schaffte damit die direkte Qualifikation – diese war auch nötig, denn das Ergebnis wäre zu langsam gewesen, um über die Zeit weiterzukommen. Der 32-Jährige dürfte ein paar Kräfte für das Halbfinale gespart haben.

Ein gutes WM-Debüt im deutschen Trikot gelang Homiyu Tesfaye. Der aus Äthiopien stammende, gerade erst 20-jährige Läufer wurde in 3:38,66 Minuten Sechster im dritten Vorlauf. Tesfaye gibt dem deutschen Laufbereich eine viel versprechende Perspektive. Er wurde in diesem Jahr auch schon Deutscher Meister über 10.000 m und trainiert beim Marathon-Spezialisten Wolfgang Heinig.

Kein Duell zwischen Dibaba und Defar

Über 5.000 m der Frauen kommt es definitiv nicht zum Duell zwischen den beiden äthiopischen Superstars Tirunesh Dibaba und Meseret Defar. Entgegen ursprünglicher Ankündigungen hatten die äthiopischen Funktionäre kurz vor der WM anders entschieden und die beiden jeweils nur für ein Rennen nominiert.

Die 10.000-m-Weltmeisterin Tirunesh Dibaba startete also nicht im Vorlauf über 5.000 m. Die Olympiasiegerin Meseret Defar qualifizierte sich souverän mit der schnellsten Zeit von 15:22,94 Minuten für den Endlauf, der am Sonnabend stattfinden wird. Deutsche Läuferinnen waren hier nicht am Start.

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