Nature Island Challenge 2015

Tag 1 im Regenwald

Der Trail durch den Regenwald war kaum erkennbar, doch das Team kämpfte sich durch Matschpartien, sprang über Wurzeln und durchquerte Flüsse.

Nature Island Challenge 2015 - Die Bilder: 8 Fotos

Unser Team Germany Red war bereit, sich in das Abenteuer zu stürzen und diese spannende Zeit intensiv auszukosten. Vorbereitet haben wir uns im Vorfeld indem wir 10 Tage zuvor gemeinsam in der Karibik akklimatisiert haben. Jetzt ging es also los. Erster Renntag.

Andi und ich liefen an diesem Tag 20 Kilometer mit 1.100 Höhenmetern. Es war hart, die Aufstiege erschienen endlos und letztendlich waren es vier Stunden, die wir, einschließlich der Mini Challenges, unterwegs waren. Hinzu kam, dass ich am Morgen vor lauter Aufregung kaum etwas gegessen hatte und mit einem knurrenden Magen und schwindenden Kräften zu kämpfen hatte.

Der Großteil der Strecke führte über den kaum als Trail erkennbaren Pfad. Man spürte den Regenwald um sich herum, kämpfte sich durch endlose Matschpartien, sprang über riesige Wurzeln (wie können Bäume nur so viele Wurzeln haben!), durchquerte Flüsse, die einen vorübergehend vom Schlamm reinigten. Das Wetter spielte verrückt, mal lief man schweißnass einen Berg hinauf, trank literweise Wasser und Gatorade, und im nächsten Moment war man durchnässt vom plötzlich einsetzenden Regen und war auch noch glücklich darüber.

Gleich zu Anfang waren die anderen Teams vorne weggezogen, was bei mir ein mulmiges Gefühl und Zweifel an meinen Lauffähigkeiten auslöste, denn wer ist gleich zu Beginn eines Rennens schon gerne letzter. So wanderten wir teilweise die Steilwege hinauf und rannten wie wild die Abstiege hinab. Unsere Pflicht-Fotos machten wir ganz am Anfang, damit wir das schon einmal hinter uns hatten, denn irgendwann verlor man vor lauter Tunnelblick das Auge für die wildwuchernde Schönheit der Umgebung. Es war ein nervenaufreibender Lauf, die Aufgaben die wir zu lösen hatten waren aber eine willkommene Pause, die wir zum kurzen Luftholen nutzen konnten.

Unter anderem war uns aufgetragen unter dem Thema „light balanced“ Steinfiguren zu bauen, ein typisches dominicanisches Frühstück zusammen zu stellen und unsere Teamflagge auf einem Berggipfel aufzubauen und diese optisch ansprechend zu fotografieren. Einige Kilometer vor dem Ziel schafften wir es jedoch zwei Teams ein- und zu überholen und am Ende waren wir gar nicht so weit hinter dem drittplazierten Team USA Orange. Hätte man das mal vorher gewusst… Total am Ende der Kräfte und rebellierendem Magen bei mir ging es dann für das ganze Team zu der Major Challenge. An diesem ersten Tag war es ein Paint Ball Cup. Die ersten beiden Runden meisterten wir souverän. Im Finale gegen das Paint Ball erfahrene Team USA Blue konnten wir zwar angemessenen Widerstand leisten, doch endete es mit deren Sieg und somit 25 Punkten für Team USA Blue.

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Tag 2 mit Zieleinlauf durch einen Wasserfall