New York-Halbmarathon 2014

Starkes Halbmarathon-Debüt von Arne Gabius

Arne Gabius erreichte in New York bei seiner Halbmarathon-Premiere auf Anhieb den achten Platz in 62:09 Minuten. Favorit Geoffrey Mutai siegte, Mo Farah stürzte.

Gabius beim New York-Halbmarathon 2014

Arne Gabius bei seinem starken Halbmarathon-Debüt in New York.

Bild: photorun.net

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt haben Geoffrey Mutai und Sally Kipyego am 16. März 2014 den New York-Halbmarathon gewonnen. Der Kenianer lief 60:50 Minuten, während seine Landsfrau bei ihrem Debüt mit 68:31 auf einer neuen Strecke einen Veranstaltungsrekord aufstellte. Die Bestzeit auf dem alten Kurs stand bei 68:35 Minuten. Ein starkes Halbmarathondebüt lief Arne Gabius (LAV Stadtwerke Tübingen), der in 62:09 Minuten das Ziel erreichte und damit einen sehr guten achten Platz belegte. Rund 20.000 Läufer gingen in New York an den Start.

Doch das große Duell zwischen Geoffrey Mutai und Mo Farah platzte schon vor der 10-km-Marke, bevor die Läufer den Central Park verließen. Denn der britische Doppel-Olympiasieger stürzte, nachdem ihm ein anderer Läufer, offenbar der US-Amerikaner Matt Tegenkamp, in die Ferse getreten war. Danach hatte er keine Chance mehr, Mutai noch einzuholen. Immerhin wurde Farah noch Zweiter in 61:08 Minuten vor Stephen Sambu (Kenia/61:09). Die Aufholjagd kostete derart viel Kraft, dass der Brite im Ziel zusammenbrach. Doch Farah erholte sich wieder schnell.

Nach einem sehr verhaltenen Beginn mit einer 5-km-Zwischenzeit von 15:15 Minuten – dies ist ein Tempo, das auf eine Zeit von 64 Minuten hinausläuft – war es Mutai, der die Initiative ergriff. Der zweifache New York-Marathon-Sieger (2011 und 2013) war der mit Abstand schnellste Läufer auf der Startliste (58:58), und sein Herausforderer sollte Mo Farah sein. Während der Brite nach dem Sturz jedoch weit zurücklag, konnte zunächst nur Stephen Sambu mithalten. Doch er hatte keine Chance, als Mutai nach 13 km noch einen Gang höher schaltete. „In New York zu gewinnen, ist immer ein großer Moment für mich“, erklärte der 32-jährige Sieger, der nun im kommenden Monat beim London-Marathon antreten und dort erneut auf Mo Farah treffen wird.

Für den 32-jährigen Arne Gabius könnte das erfolgreiche Halbmarathon-Debüt richtungsweisend sein. Seine Zukunft sollte auf der Straße liegen und der Marathon eine viel versprechende Option sein. Der 5.000-m-Vize-Europameister von 2012 sortierte sich nach dem Start in New York mutig vorne im Feld ein, wobei ihm das langsame Tempo sicher entgegen kam. Erst als Mutai auf der welligen Strecke ernst machte und die Spitzengruppe damit auseinander riss, fiel auch Gabius zurück. Doch der Tübinger hielt sein Tempo aufrecht und erreichte nach Zwischenzeiten von 29:43 (10 km), 44:15 (15 km) und 58:54 (20 km) das Ziel in 62:09. Dies ist eine deutsche Jahresbestzeit und die schnellste Zeit eines deutschen Läufers seit vielen Jahren. In der Liste der schnellsten deutschen Läufer aller Zeiten steht Arne Gabius jetzt an achter Stelle. „62:09 Minuten und unter den Top acht in New York! Danke“, schrieb ein begeisterter Gabius, der sich bei den Veranstaltern bedankte, über Twitter.

Im Rennen der Frauen fiel die Vorentscheidung kurz vor der 15-km-Marke. Hier setzte sich Sally Kipyego von Molly Huddle (USA) und Buzunesh Deba (Äthiopien) ab. Die 28-jährige Kenianerin war schließlich rund eine halbe Minute vor Deba im Ziel. „Das war ein fantastisches Debüt für mich. Meinen ersten Halbmarathon-Sieg gleich in New York zu feiern, ist toll“, sagte Sally Kipyego, die ihr erstes Rennen über die 21,0975 km-Distanz gelaufen war. Die 10.000-m-Olympia-Zweite von London 2012 will sich trotz des Erfolges zunächst jedoch auf die Bahnsaison konzentrieren: „Ich will erst sehen, wie es auf der Bahn läuft. Danach entscheide ich, wann ich weiter auf der Straße und eventuell einen Marathon laufen werde.“ Zweite wurde in New York Buzunesh Deba (Äthiopien) in 69:00 Minuten. Rang drei belegte Molly Huddle. Die US-Amerikanerin lief in 69:05 ebenfalls ein starkes Debüt.

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