Europacup München

Starke Vorstellung der deutschen Leichtathleten

Eine starke Vorstellung lieferten die deutschen Leichtathleten beim Europacup in München ab.

Das Bummelfeld der 5000-m-Läufer beim Zockeltrab, mittendrin der Deutsche Arne Gabius.

Bild: Claus Dahms

Im Vergleich der stärksten europäischen Leichtathletik-Mannschaften konnten die deutschen Läufer, Werfer und Springer überzeugen. Die Männer belegten Rang zwei, die Frauen Platz drei.

Langsamer als beim 5000-m-Lauf der Männer geht es kaum bei einer solch hochkarätigen Veranstaltung. In 3:08 Minuten wurden die ersten 1000 m des Rennens über 5000 m gelaufen! Und auch nach 2000 m waren die Läufer nicht wirklich schnell: 5:59,69 zeigte die Uhr. Klar, dass es bei diesem Schlafwagentempo dauernd zu Rempeleien kam, obwohl nur acht Läufer im Rennen waren. Der Deutsche Arne Gabius wurde zunächst wegen Rempelei disqualifiziert. Erst nach einem Protest der Mannschaftsführung wurde die Disqualifikation zurückgenommen und Gabius wieder auf Platz zwei gesetzt. Es siegte Monder Rizki aus Belgien in 14:15,46 Minuten.

Überglücklich war Arne Gabius nach seinem starken Endspurt und Platz zwei. Und er hatte klare Forderungen: "Ich habe als einziger die B-Norm für die Weltmeisterschaften, jetzt muss der DLV mich auch nominieren. Bei den deutschen Meisterschaften werde ich für meine Konkurrenten kein Tempo machen."

Mit 3:04 Minuten für die ersten 1000 m begannen die Frauen über die 5 km am zweiten Tag sogar noch schneller als die Männer, obwohl die Temperaturen deutlich höher waren. Am Ende gelang Sabrina Mockenhaupt ebenfalls Rang zwei in 15:23,96. Nur die Weißrussin Krautsova war drei Sekunden schneller.

"Das Rennen war exakt so, wie ich es mir gewünscht hatte. Ich wusste, ich kann jedes Tempo mitgehen", sagte Filmon Ghirmai . Vor eineinhalb Wochen bei einem Sportfest in Prag bereits die WM-Norm geschafft: "Das sollte eine Übergangssaison werden, jetzt wird es wohl das beste Jahr, das ich je hatte. Es läuft einfach super." Entsprechend locker konnte er die 3000 Meter Hindernis angehen und siegte mit einem langen Sprint in 8:38,78 Minuten.

Ganz anders war der Hindernislauf der Frauen am Tag zuvor verlaufen. Verena Dreier hatte nie etwas mit der Entscheidung zu tun und lief als letzte nach 10:20,20 Minuten ins Ziel. Gewonnen wurden die 3000-m-Hindernis von der Polin Kowalska.

Monika Gradzki (rechts) belegte in dem von der Bulgarin Usovich in 2:00:71 Minuten gewonnenen 800-m-Rennen Platz sechs in 2:02,30.

Bild: Claus Dahms

Auf den flachen 3000 Metern, die beim Europacup neben den 5000 m auf dem Programm stehen, war für die deutschen Läufer und Läuferinnen nichts zu holen. Antje Möldner lief unspektakulär nach 9:08,58 als Sechste ein. Carsten Schlangen brach auf den letzten 1000 Metern völlig ein und taumelte als letzter nach indiskutablen 8:33,27 über die Ziellinie.

Das Feld der 1500-m-Läufer.

"Das war super", freute sich 1500-Läufer Franek Haschke. In dem von dem Franzosen Mehdi Baala in 3:47,36 min gewonnenen Rennen belegte Haschke Platz drei. "Der dritte Platz ist ein gutes Ergebnis für mich. Damit ist auch die Revanche für die EM 2002 gelungen. Damals war ich hier in München im Vorlauf rausgefolgen."

Auf der gleichen Strecke der Frauen lief Kerstin Werner als 4. in 4:17,86 im von der Polin Ejdys gewonnenen Rennen ins Ziel.