Marathon-Höhepunkte im Herbst 2012

Spitzenathleten in Frankfurt und Chicago

In Frankfurt werden vier Läufer mit einer Bestzeiten von unter 2:05:30 Stunden erwartet. Beim Chicago-Marathon treten vor allem starke Frauen an.

Patrick Makau

Weltrekordler Patrick Makau, hier nach seinem Rekord in Berlin, startet in Frankfurt.

Bild: photorun.net

Frankfurt-Marathon:
In Frankfurt stehen am 28. Oktober neben Patrick Makau noch drei weitere Athleten mit Bestzeiten von unter 2:05:30 am Start: Yemane Tsegay, Albert Matebor und Bazu Worku. Außerdem wird der frühere Frankfurter Kursrekordler Gilbert Kirwa (2:06:14 im Jahr 2009) laufen. Bezogen auf die Spitze des Männerrennens ist dies das beste Feld in der Geschichte des Rennens.

Der Äthiopier Yemane Tsegay feierte im April beim Rotterdam-Marathon seinen ersten großen internationalen Sieg. Dort gewann er mit 2:04:48 Stunden und ist damit lediglich 70 Sekunden vom Weltrekord entfernt. Im Januar war er in Dubai bereits 2:06:20 gelaufen. Mit dem knapp 22-jährigen Bazu Worku startet ein weiterer äthiopischer Weltklasseläufer. Der frühere Junioren-Weltrekordler (2:06:15 in Paris 2009) lief seine Bestzeit 2010 in Berlin. Im Regen wurde er damals in 2:05:25 Stunden Dritter hinter Makau und Mutai. Genau diese Bestzeit weist auch Albert Matebor auf. Der Kenianer lief diese in Frankfurt vor einem Jahr. Damals wurde er Dritter.

Zwar ist das Frauen-Elitefeld nicht so stark besetzt wie jenes der Männer, doch trotzdem könnte es in Frankfurt erstmals eine Zeit unter der 2:20-Stunden-Marke geben. Für Mamitu Daska und Bezunesh Bekele könnte eine solche Zeit möglich sein. Daska kehrt als Vorjahressiegerin nach Frankfurt zurück. Vor einem Jahr gewann sie in 2:21:59 Stunden. Bekele war im Januar in Dubai Vierte mit 2:20:30. Die gleiche Platzierung hatte sie auch bei der WM 2011 erreicht. Ein deutsches Element fehlt bisher noch im Frankfurter Frauenfeld. Doch hier wird sich noch etwas tun.

Der Start zum Chicago-Marathon.

Bild: photorun.net

Chicago-Marathon:
Zum 35. Mal wird am 7. Oktober der Bank of America Chicago-Marathon gestartet. Für das große Jubiläumsrennen, für das 45.000 Läufer gemeldet haben und bei dem die Veranstalter deutlich über eine Million Zuschauer am Straßenrand erwarten, wurde das gemessen an der Breite der Spitze beste Starterfeld der Geschichte des Rennens verpflichtet. Bei den Männern sind fünf Athleten mit Bestzeiten zwischen 2:05 und 2:06 Stunden im Rennen. „Es ist das beste Männerfeld, das wir je hatten. Ich denke, es ist eine außergewöhnliche Leistung notwenig, um hier zu gewinnen“, erklärte Race-Direktor Carey Pinkowski.

Der Schnellste im Feld von Chicago lief seinen persönlichen Rekord vor einem Jahr in Frankfurt: Levy Matebo (Kenia) war damals Zweiter mit 2:05:16. Der frühere London-Marathon-Sieger Tsegaye Kebede (2:05:18) sowie seine Landsleute Feyisa Lilesa (2:05:23), Dadi Yami (2:05:41) und Shami Abdulahi (2:05:42) sind die weiteren Läufer mit Bestzeiten von unter 2:06. Fünf weitere sind unter den Eliteläufern, die bereits unter 2:07 gelaufen sind. Zu beachten sein werden zudem auch zwei Debütanten, die im Halbmarathon bereits Weltklasseleistungen zeigten: Sammy Kitwara (Kenia) ist mit einer Bestzeit von 58:48 Minuten der viertschnellste Läufer aller Zeiten über die „halbe Distanz“. Tilahun Regassa (Äthiopien) stellte 2010 in Abu Dhabi mit 59:19 einen Kursrekord auf.

Spektakulärere Namen finden sich allerdings im Chicagoer Frauenfeld. Die Russin Liliya Shobukhova (Bestzeit: 2:18:20 vor einem Jahr in Chicago) will das Rennen zum vierten Mal in Folge gewinnen, was noch keinem Läufer gelungen ist. Seit ihrem Sieg vor einem Jahr war Shobukhova nur einmal an den Start gegangen: Beim olympischen Marathon in London ging sie jedoch wegen Magenkrämpfen frühzeitig aus dem Rennen. In Chicago will sich Liliya Shobukhova nun in gewohnter Umgebung eindrucksvoll zurückmelden.

Die Konkurrenz wird für die Russin dieses Mal allerdings stärker sein als zuletzt. So trifft sie unter anderen auf Kenias Marathon-Newcomerin Lucy Kabuu, die in Dubai im Januar bei ihrem Debüt Zweite wurde und auf Anhieb unter 2:20 Stunden lief (2:19:34). Mit Atsede Baysa (2:22:04) und Ejegayehu Dibaba (2:22:09) sind zwei starke Äthiopierinnen im Rennen, außerdem geht die erfahrene Kenianerin Rita Jeptoo (Boston-Marathon-Siegerin 2006) an den Start.

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