Für die gute Sache

Spendenpanne beim Einstein-Marathon

Eine Spendenmatte sorgte 2008 für Verwirrung. Deshalb kontaktierte der Veranstalter alle Spender.

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Mit seinen 161,53 Metern ist das Ulmer Münster der höchste Kirchturm der Welt und das Wahrzeichen der Stadt Ulm.

Bild: Norbert Wilhelmi

Gut gemeint, dumm gelaufen: Durch verschiedene Aktionen und Spendenaufrufe unterstützt der Veranstalter des Einstein-Marathons im baden-württembergischen Ulm und im bayerischen Neu-Ulm – die Donau markiert die Grenze zwischen den beiden Städten bzw. Bundesländern – schon seit dem Debüt der Veranstaltung im Jahr 2005 verschiedene caritative Projekte in Ulm, um Ulm und um Ulm herum, wie ein über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Zungenbrecher lautet. Dazu gehören von Anfang an die Erhaltung des Ulmer Münsters (mit seinen 161,53 Metern der höchste Kirchturm der Welt und das Wahrzeichen der Stadt) sowie die Aktion „Ulmer helft Euren Mitbürgern“.

Beim Einstein-Marathon 2008 wurde außerdem das Projekt „Laufschule in Eldoret“ unterstützt. Das im kenianischen Hochland gelegene Eldoret hat in der Vergangenheit schon viele Weltklasseläufer hervorgebracht. Doch Anfang 2008 verdankte Eldoret seine Medienpräsenz vor allem den blutigen Unruhen, die nach den manipulierten Präsidentschaftswahlen im Dezember 2007 ausgebrochen waren. Wochenlang bekämpften sich damals die Stämme der Kalenjin und der Kikuyu. Mehr als tausend Menschen wurden ermordet, hunderttausende mussten fliehen.
 

Wer genau hinsieht, erkennt die Hinweistafel mit der Aufschrift "Spenden-Tor".

Zusammen mit drei kenianischen Läufern, die im Sommer 2008 in Ulm zu Gast waren, wurde das Projekt „Laufschule in Eldoret“ ins Leben gerufen. Damit soll kenianischen Läufertalenten nicht nur eine sportliche Perspektive eröffnet, sondern darüber hinaus auch eine Schulausbildung ermöglicht werden.

Beim Einstein-Marathon 2008 hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, durch Überlaufen einer Spendenmatte drei Euro zu spenden, die zu gleichen Teilen den drei genannten Projekten zugute kamen. Die Spendenmatte war bei Kilometer 17 auf der rechten Straßenhälfte ausgebreitet. Unglücklicherweise war dieser Punkt der Strecke nicht sehr gut einsehbar, zumal im Wettkampfgetümmel. So kam es, dass so mancher Läufer eine Spende tätigte, ohne davon Notiz zu nehmen. Andere wiederum steuerten zwar zielstrebig auf die Spendenmatte zu – allerdings in der Annahme, dass diese der Erfassung der Zwischenzeit diene.

Damit die gute Sache am Ende niemandem zum Schaden gereichte, kontaktierte der Veranstalter nach dem Rennen alle Spender per E-Mail und bat um Rückmeldung, falls die Spende nicht beabsichtigt war. 7.004 Euro kamen am Ende zusammen – Geld, mit dem vielen hilfsbedürftigen Menschen geholfen werden kann.

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