Nach der Naturkatastrophe

Spendenläufe für die Philippinen

Nach dem verheerenden Taifun auf den Philippinen fehlt es den Menschen dort am Nötigsten. Auch Läufer lässt die unfassbare Not nicht kalt. Erste Spendenaktionen sind angelaufen.

Spendenläufe für die Philippinen Artikel

Der von Jörg Bunert initiierte Spendenlauf führt durch den Sportpark Duisburg.

Bild: Heinz Schier

Das Elend nach dem verheerenden Taifun auf den Philippinen ist unglaublich, es gibt nichts zu essen, nichts zu trinken, keine Bleibe und keinerlei medizinische Versorgung. Viele Menschen, insbesondere die Kinder sind traumatisiert.

Auch Läufer lässt die unfassbare Not in dem Inselstaat nicht kalt. Erste Spendenaktionen sind inzwischen angelaufen.

Duisburg bewegt sich – für die Opfer des Wirbelsturms auf den Philippinen. Jörg Bunert organisiert deshalb am Sonntag, 11 Uhr, mit Duisburger Institutionen einen Spendenlauf. Treffpunkt ist das Seehaus an der Wedau im Sportpark Duisburg. Das Geld wird direkt an die Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. übergeben, die bereits jetzt auf den Philippinen im Einsatz ist.

Die I.S.A.R.-Präsidentin, Frau Dr. Daniela Lesmeister, ist persönlich anwesend und nimmt den Betrag entgegen. An der Organisation des Spendenlaufs beteiligen sich der Lions-Club Duisburg-Rhenania, Laufsport Bunert Duisburg, der Steinhof Duisburg, der Stadtsportbund Duisburg und die bürgerschaftliche Vereinigung proDUISBURG e.V.

Mangelnde Sportlichkeit gilt als Ausrede für die Teilnahme übrigens nicht. „Auch wer nur als Zuschauer kommt, darf gerne spenden“, sagt Jörg Bunert, der die Idee zu dem Lauf am Dienstag spontan entwickelt hat. Das Prinzip ist einfach: Wer mitlaufen (oder mitwalken) will, kann am Sonntag um 11 Uhr in den Sportpark kommen.

Für die Jogger bieten die Organisatoren von Laufsport Bunert geführte Runden über fünf und zehn Kilometer an. Darüber hinaus erhalten auch die Walker einen „Trainer“ zur Seite gestellt. Statt des üblichen Startgelds bei Laufveranstaltungen können die Teilnehmer direkt das Geld den Organisatoren übergeben. Nur zum Vergleich: Die Startgebühr beim Lichterlauf beträgt 12 Euro.

Als Partner für die Spendenaktion haben die Initiatoren die Duisburger Nothelfer von I.S.A.R. Germany angesprochen. Die Organisation ist bereits mit einem Team von 25 Medizinern vor Ort und hat einen Behandlungsplatz für 100 Menschen pro Tag eingerichtet. Jörg Bunert: „Wir kennen diese Organisation und wir wissen, dass das Geld hier absolut direkt und zielgerichtet für die Menschen in Elend und Not eingesetzt wird.“

Marathon-Ass Susanne Hahn sammelt Spenden
Auch die Top-Läuferin Susanne Hahn, ruft zu Spenden auf. Auf Ihrer Spenden-Homepage schreibt sie: "Mein Aufruf an alle Läufer: Tut etwas Gutes mit jedem Kilometer, den ihr in der Woche lauft, überlegt euch eine Formel, wie ihr eure Wochenkilometer in eine Spende ummünzen könnt! Das Einfachste: Ein Euro pro gelaufenen Kilometer! Ich bin vergangene Woche 62 km gelaufen, das macht 62 Euro zum Start der Aktion."

Susanne Hahn.

Bild: Norbert Wilhelmi

In Tacloban, also direkt im Katastrophengebiet, befindet sich eines der acht philippinischen SOS-Kinderdörfer. Die 150 SOS-Kinder mussten vor der Sturmflut auf die Dächer flüchten, kamen jedoch mit dem Schrecken davon. Auch hunderte Familien aus der Nachbarschaft suchten während des verheerenden Unwetters im SOS-Kinderdorf Zuflucht. Unmittelbar nach dem Abklingen des Taifuns begannen die einheimischen SOS-Mitarbeiter mit der Nothilfe vor Ort.

SOS-Mitarbeiter versorgen Kinder und Familien im Katastrophengebiet mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten. Im SOS-Kinderdorf Tacloban werden Kinder aufgenommen, die während der Katastrophe ihre Eltern verloren haben oder im Chaos von ihnen getrennt wurden. Auch obdachlose Familien finden dort Zuflucht. Die SOS-Kinderdörfer werden Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützen. Instand gesetzt werden müssen auch SOS-Kinderdorf und Hermann-Gmeiner-Schule in Tacloban, wo der Taifun schwere Schäden anrichtete.

Wer diese konkrete Hilfe unterstützen will, kann das jetzt direkt hier auf der Spenden-Hompepage von Susanne Hahn machen.

Run for the Philippines
Auch im Internet ist ein Spendenprojekte für Läufer ins Leben gerufen worden. Auf der Hilfsorganisationen-Plattform www.aktion-deutschland-hilft.de wurde die Initiative „Run for he Philippines“ gestartet. Die Idee dahinter: Möglichst viele Menschen laufen am 21. November für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen und spenden pro gelaufenem Kilometer mindestens 1 Euro an die „Aktion Deutschland Hilft“. Alle erlaufenen Kilometer sowie die gespendeten Beträge werden erfasst und zu einer Gesamtsumme addiert.

Eine Registrierung ist unter folgender Mailadresse möglich: philippinen@laufend-etwas-bewegen.de. Benötigt werden hierfür: Vollständiger Name, gültige Mailadresse, gespendete Summe sowie die jeweils erlaufenen Kilometer. Jeder Teilnehmer erhält Anfang Dezember eine Erinnerungsurkunde als PDF per Mail mit seinem Namen, seinen gelaufenen Kilometern, den Gesamtkilometern und der Gesamtspendensumme. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.