Berliner Halbmarathon

Spannendes Männer-Rennen

Bei den Männern gibt es keinen klaren Favoriten. Gleich drei Athleten sind im Rennen, die bereits unter einer Stunde liefen.

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Ein schnelles Rennen wird beim Berliner Halbmarathon erwartet.

Bild: photorun.net

Bei den Männern gibt es keinen klaren Favoriten. Es sind drei Athleten im Rennen, die bereits Zeiten von unter einer Stunde erreicht haben: Ayele Abshero (Äthiopien/59:42), Kiplimo Kimutai (59:44) und Leonard Langat (beide Kenia/59:52). Zu beachten sein werden außerdem Abebe Dinkesa (Äthiopien/60:03), Pius Kirop (60:04) sowie Abraham Chebii (beide Kenia/60:07).

Vier der genannten Athleten haben in diesem Jahr ihre Bestzeiten über die 21,0975 km aufgestellt, was ihre starke Form beweist. Ayele Abshero startete dabei erst im Januar 2011 erstmals bei einem Halbmarathon. Im holländischen Egmond siegte er auf Anhieb in 62:23 Minuten. Die Zeit ist nicht vergleichbar mit Ergebnissen von anderen City-Rennen, denn die Strecke führt bei diesem Lauf unter anderem ein Stück über den Sandstrand. Beim Den Haag-Halbmarathon im März zeigte Ayele Abshero dann sein Potenzial über die 21,0975 km. Auf der schnellen Strecke steigerte er sich auf hochklassige 59:42 Minuten und belegte Rang vier. Es ist die erste Weltklassezeit seiner Karriere über eine Standard-Laufstrecke.

Leonard Langat bewies im Februar hochklassige Form über die ,halbe Distanz’: Beim Rennen von Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate), dem abgesehen von den Weltmeisterschaften wahrscheinlich hochkarätigsten Halbmarathon des Jahres, wurde er im Februar mit 59:52 Minuten Dritter. Das Berliner Pflaster ist für Leonard Langat kein Neuland. Im vergangenen Jahr lief er bereits beim Halbmarathon. Damals kam er jedoch nicht über Platz elf in 61:41 hinaus. Anschließend startete er gut einen Monat später erneut in Berlin: Beim 25-km-Rennen lief er mit 1:15:39 Stunden ins Ziel in das Berliner Olympiastadion und belegte damit erneut Rang elf. Jetzt will er in Berlin ganz vorne mitlaufen.

Ein noch relativ unbekannter Athlet ist Pius Kirop. Der 21-jährige Kenianer stellte vor rund einem Monat seine aktuelle Halbmarathon-Bestzeit auf. Mit 60:04 Minuten wurde er dabei beim italienischen Lago Maggiore-Halbmarathon Dritter und verpasste die prestigeträchtige Zeit unter einer Stunde nur um wenige Sekunden. Im vergangenen Jahr war Pius Kirop unter anderem als Tempomacher beim Frankfurt-Marathon im Einsatz.

Viel Erfahrung und einige internationale Achtungserfolge bringt dagegen Abraham Chebii mit. Der 31-Jährige war früher ein Weltklasse-Bahn- und Crossläufer und sorgte im Sommer 2003 für Furore. Damals gelangen dem Kenianer binnen einer Woche zwei große Siege. Zunächst gewann er das 5.000-m-Rennen in Paris und besiegte dabei Äthiopiens Superstar Haile Gebrselassie, dann setzte er sich auch in Rom durch und ließ dabei nicht nur Gebrselassie sondern auch noch Äthiopiens zweiten Starläufer, Kenenisa Bekele, hinter sich. In der Folge hatte Abraham Chebii jedoch oft Verletzungsprobleme. Vor wenigen Wochen gelang ihm ein Achtungserfolg. Beim Halbmarathon von Rom nach Ostia wurde der Kenianer Dritter und stellte mit 60:07 Minuten eine persönliche Bestleistung auf.

Aus deutscher Sicht darf man gespannt sein, wie sich Falk Cierpinski (SG Spergau) in seinem ersten großen internationalen Halbmarathonrennen schlägt. Nach diversen Verletzungsproblemen hofft der 32-Jährige auf einen deutlichen Aufwärtstrend in diesem Jahr. Seine Bestzeit von 66:03 Minuten müsste er deutlich unterbieten können. Mit dem amtierenden Deutschen Halbmarathonmeister Stefan Koch (LG Braunschweig/Bestzeit: 63:35) hat Falk Cierpinski am Sonntag auch einen guten nationalen Gegner.

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Mockenhaupt und starke Afrikaner in Berlin