Treppenläufe

Showdown in Singapur

Beim Masters-Finale in Singapur gilt es 1336 Stufen und 76 Stockwerke zu erklimmen.

Treppenlauf Chicago

Sky Rise Chicago: der neue Weltcupführende Javier Santiago.

Bild: Javier Santiago

Durch seinen zweiten Rang in Chicago konnte der in dieser Saison bereits in fünf Rennen siegreiche Javier Santiago auch die Weltcupführung vom deutschen Top-Favoriten und Vorjahres-Gesamtsieger Thomas Dold zurück erobern. 32 Punkte liegt der Mexikaner nun vor Dold, weitere 59 Punkte dahinter rangiert Tomas Celko (SVK), der seinerseits nur noch einen Zähler vor Jesse Berg (USA) platziert ist. Damit sind die Ausgangspositionen bezogen, ehe sich am Sonntag, den 21.11.2010, die Weltelite noch einmal nahezu geschlossen zum großen Masters-Finale in Singapur einfinden wird. Beim Rennen bis hinauf zur imposanten Dachterrasse des Swissotel Singapore müssen 1336 Stufen und 76 Stockwerke zurückgelegt werden, ehe einer der spektakulärsten Ausblicke der Weltcup-Saison wartet.

Dass Thomas Dold mit der Distanz und dem Treppenhaus beim Finalrennen zurechtzukommen scheint, hat er in den vergangenen Jahren bewiesen. Neben seinen Siegen 2008 und 2009 hält er aktuell auch den Streckenrekord im Swissotel. Sollte er am kommenden Sonntag erneut gewinnen, wäre ihm unabhängig vom Abschneiden von Javier Santiago der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Durch den dritthöchsten Gewichtungsfaktor der Saison sind die Punkteabstände beim Finale auf den vorderen Plätzen verhältnismäßig groß, sodass die knappen Abstände relativ leicht aufgeholt werden können.

Auch bei den Damen, wo zur Saisonmitte mit dem deutlichen Vorsprung von New York-Siegerin Melissa Moon (NZL) eigentlich schon alles entschieden schien, ist es durch den Chicago-Sieg von Sandra Nunez noch einmal eng geworden. Nur noch 80 Punkte trennen sie nun von der Führenden aus Neuseeland. Diese dürfte beim Finale allerdings als klare Favoritin an den Start gehen, sodass ein Weltcup-Gewinn von Nunez als große Überraschung gewertet werden dürfte.

Aus deutscher Sicht allerdings viel spannender ist das Duell dahinter. Trotz des altersbedingten Startverbots bei vielen internationalen Rennen liegt die 13-jährige Marie-Fee Breyer aus Freiburg immer noch auf dem dritten Rang – ganze zwei Punkte vor Kristin Frey, der bei ihrem dritten Rang in Chicago nur wenige Sekunden fehlten, um eine Stufe höher auf dem Podium zu klettern und durch den fälligen Punktezugewinn das deutsche Treppenlauf-Talent zu überholen. Auch zwei italienische Läuferinnen stehen noch in Lauerstellung und werden in Singapur wohl gute Chancen auf eine große Punkteausbeute haben.

Eine Entscheidung ist hingegen bereits gefallen: Den Titel in der Nationenwertung wird das deutsche Team nicht verteidigen können. Die US-amerikanischen Athleten konnten beim Heimspiel im Willis Tower die zur Vorentscheidung benötigten Punkte erringen und führen nun uneinholbar vor Deutschland, dem der zweite Rang ebenfalls nicht mehr zu nehmen ist.

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