Japan

Shami gewinnt Lake Biwa-Marathon

Mubarak Shami siegte beim 63. Lake Biwa-Marathon in Japan in flotten 2:08:23 Stunden.

Lake Biwa

Ein gutes halbes Jahr nach seiner einzigen Marathon-Niederlage hat Mubarak Shami wieder gewonnen: Der gebürtige Kenianer, der seit mehreren Jahren für Katar startet, siegte beim 63. Lake Biwa-Marathon in Japan in flotten 2:08:23 Stunden. Bei dem reinen Männer-Eliterennen verbesserte Yared Asmeron (Eritrea) seine Bestzeit um rund sieben Minuten und belegte in 2:08:34 Rang zwei vor drei Japanern: Für Satoshi Osaki (2:08:36), Yuzo Onishi (2:08:54) und Tomoya Shimizu (2:09:23) ging es dabei auch um die Startmöglichkeit bei den Olympischen Spielen. Zumindest Osaki dürfte sich bei dem letzten der drei Qualifikationsrennen der japanischen Männer ein Ticket nach Peking erkämpft haben. Die in Japan mit Spannung erwartete Nominierung wird am 10. März, einen Tag nach dem Nagoya-Marathon der Frauen, bekannt gegeben.

Am Lake Biwa erreichte bei Temperaturen um 10 Grad Celsius eine ungewöhnlich große Spitzengruppe von 23 Läufern nach 63:23 Minuten die Halbmarathon-Marke. Nachdem der letzte Tempomacher, Isaac Macharia (Kenia), nach 30 km (1:30:17 Stunden) aus dem Rennen gegangen war, setzte sich der favorisierte Shami gemeinsam mit Asmeron ab. Sechs Kilometer vor dem Ziel ließ löste sich der spätere Sieger dann entscheidend. Allerdings wurde es am Ende noch einmal knapp, als Shami unter Rückenproblemen litt. „Ich rannte auf den letzten Kilometern gegen den Wind und mir war kalt“, sagte Mubarak Shami.

Der 27-Järhige Shami hatte 2005 seine Marathon-Premiere in Wien gewonnen und danach unter anderem bei den Asien-Spielen 2006 sowie in Paris 2007 triumphiert. Erst bei der WM in Osaka im vergangenen Sommer wurde er erstmals im Marathon besiegt. Damals gewann er aber trotzdem die Silbermedaille. Nun kehrte er wieder zu seinem Standard zurück: Platz eins.


Große Felder in Los Angeles und Paris

Rund 25.000 Läufer starteten beim Los Angeles-Marathon, der in den letzten Jahren jedoch an internationaler Klasse verloren hat. Bei den Männern bestimmten die Kenianer das Geschehen: Hier siegte Laban Moiben in 2:13:50 Stunden vor Christopher Kiprotich (2:14:17). Russinnen hatten im Frauenrennen die Nase vorne: Tatyana Aryasova siegte in 2:29:09 vor ihrer Landsfrau Yuliya Gromova (2:34:13).

Ein Halbmarathon mit 20.000 Läufern fand in Paris statt. Dabei blieben gleich acht Läufer unter 62 Minuten: Stephen Kibiwott (Kenia) gewann in 61:04 vor dem Äthiopier Gudisa Shentema (61:09) und dem zeitgleichen Kenianer Jacob Yator. Schnellste Frau war Linah Cheruiyot (Kenia) in 69:45 Minuten vor der zweifachen New-York-Marathon-Siegerin Jelena Prokopcuka (Lettland/70:01).

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net