St. Wolfgang

Schafberglauf-Triple für Andrea Mayr

Dr. Andrea Mayr holte sich beim 18. Schafberglauf in St. Wolfgang ihren dritten Sieg in Folge.

Schafberglauf-Triple für Andrea Mayr

Sieger und Siegerin beim 18. Schafberglauf in St. Wolfgang.

Bild: Hoermandinger

Die sechsfache Berglauf-Weltmeisterin und zweifache Olympia-Teilnehmerin Dr. Andrea Mayr (38, SVS Schwechat) holte sich beim 18. Schafberglauf in St. Wolfgang ihren dritten Sieg in Folge. Für die 5,83 km kurze, aber mit 1.190 Höhenmetern gespickte Strecke, benötigte die weltweit beste Bergläuferin aller Zeiten 49:30,1 Minuten.

Nach einem Zwischenfall im Radtraining war Mayr noch angeschlagen und konnte so ihr volles Potenzial nicht entfalten. Ihr „Fabelrekord“ von 44:40 Minuten (2015) bleibt deshalb bestehen. Am Ende hatte Mayr trotzdem acht Minuten Vorsprung auf die Kärntnerin Dr. Marlies Penker (44, RS MTB Möllbrücke, 57:29,6 Minuten). Den dritten Gesamtrang belegte die mehrfache Masters-Welt- und Europameisterin Irmi Kubicka (57, LG AU Pregarten, 59:03,6 Minuten).

Wesentlich knapper als bei den Frauen war die Entscheidung bei den Männern: Der 27-jährige Daniel Rohringer (DeBettin Sparkasse Salzkammergut), seit Jahren eine nationale Größe im Skibergsteigen und amtierender Berglauf-Landesmeister Oberösterreichs im Einzel und der Mannschaft, holte sich in 45:51,4 Minuten nach 2014 seinen zweiten Gesamtsieg. Nur 7,7 Sekunden dahinter finishte der 32-jährige Raimund Reindl (RC Trumerseen) in 45:59,1 Minuten auf Gesamtrang 2. Der 25-jährige Alexander Brandner (SC Bischofshofen) komplettierte das Siegerpodest nach 46:30,5 Minuten.

Neben den Assen gab es auch von vielen Volks- und Mastersläufern beeindruckende Leistungen: Neben Irmi Kubicka/57 (59:03,6, LG AU Pregarten) waren dies vor allem die Sieger der M60/M70/M80: Hans Quehenberger/63 (54:08,7, Abtenau), Johann Weber/79 (1:10:59,2, LCAV Jodl Packaging) und Ambros Unterkirchner/82 (1:17:11,4, WSV Heiligenblut). Diese vier Leistungen stellen internationales Format dar. Vier Frauen und 65 Männer schafften die „1-Stunden-Schallmauer“ – die nur bei einer immens guten körperlichen Verfassung möglich ist. Ebenfalls beachtlich: Der Schenkenfeldner Hermann Eder war mit 84 Jahren (Jahrgang 1933) der älteste Teilnehmer!

Die äußeren Bedingungen (+12 °C im Tal, +3 °C am Berg, kein Wind) waren zum Laufen ideal – einzig die Wolken hüllten den Gipfel des Schafbergs ein und vereitelten direkt nach dem Rennen den Rundblick vom Gipfel. Wer jedoch beim Feiern nach der Siegerehrung im Gipfelrestaurant dieselbe „Ausdauer“ wie beim Laufen bewies, wurde noch am frühen Nachmittag mit einem herrlichen Panoramablick vom Schafberggipfel belohnt.

Mit 229 Meldungen und 212 Finishern gab es beim ersten Lauf zum 3. Salzkammergut-Berglaufcup neuerlich ein großes Teilnehmerfeld. Der Cup wird bereits am 11. Juni mit dem 21. Katrinberglauf in Bad Ischl fortgesetzt. Die weiteren Cupstationen: Dachstein-Krippenstein-Berglauf (24. Juni), Losergipfel-Berglauf (29. Juli), Zwölferhorn-König (20. August) und Postalm-Berglauf (2. September). Eine Extra-Cupanmeldung ist nicht nötig – einfach bei den einzelnen Läufen mitmachen und los geht´s. Einmal mehr stehen die Hobbyläufer im Mittelpunkt des Cups. Es gibt deshalb keine Ränge- oder Klassenwertung, da jeder Cup-Teilnehmer höchsten Respekt verdient. Jeder, der zumindest vier von sechs Cupläufe finisht, erhält beim großen Finale beim 3. Postalm-Berglauf in Strobl ein exklusives Geschenk.

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