Neues kenianisches Lauftalent

Sammy Kitwara gewinnt Rotterdam-Halbmarathon

Beim Rotterdam-Halbmarathon liefen die Kenianer neue Streckenrekorde und persönliche Bestzeiten.

14092009_Sammy_Kitwara_Rotterdam_2009

Sammy Kitwara beim Halbmarathon in Rotterdam.

Bild: photorun.net

Sammy Kitwara hat in hochklassigen 58:58 Minuten den Rotterdam-Halbmarathon gewonnen. Der 22-jährige Kenianer lief damit schon zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Weltklassezeit über die 21,0975 km und könnte in der Zukunft der nächste kenianische Top-Marathonläufer werden. Im März hatte er auch den Den Haag-Halbmarathon gewonnen. Damals war er nach 59:47 Minuten im Ziel.

Nur Patrick Makau (Kenia) war in diesem Jahr in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) noch sechs Sekunden schneller. Sammy Kitwaras Zeit ist die sechstschnellste aller Zeiten. Lediglich Kenias Weltrekordler Sammy Wanjiru (58:33), Patrick Makau (58:52) und Haile Gebrselassie (Äthiopien/58:55) waren jemals schneller als der Rotterdam-Sieger vom Sonntag, der nebenbei auch einen Streckenrekord aufstellte.

Weltrekordler Sammy Wanjiru kam in Rotterdam nicht über Rang neun in 61:08 Minuten hinaus. Er will in vier Wochen in Chicago den Marathon-Weltrekord angreifen. Seine Rotterdam-Zeit muss allerdings kein schlechtes Zeichen sein, denn im Frühjahr war Sammy Wanjiru auch beim Lissabon-Halbmarathon als Siebenter nur 61:23 gelaufen – einen Monat später triumphierte er beim London-Marathon.

In dem hochklassigen Rotterdam-Halbmarathon blieben gleich sieben Läufer unter einer Stunde und die ersten sechs erreichten persönliche Bestzeiten. Die ersten zehn Ränge belegten durchweg Kenianer.

Jonathan Maiyo wurde Zweiter in 59:08 und im Sekundenabstand folgten seine Landsleute James Kwambai sowie Bernard Kipyego. Fünfter wurde Wilson Chebet (59:15), Rang sechs belegte John Kiprotich (59:23) und Robert Kipchumba war Siebenter in 59:32. Bei Kilometer 17 war die Entscheidung gefallen, als sich Sammy Kitwara aus einer größeren Führungsgruppe absetzen konnte.

Nur nationale Bedeutung hatte das Frauenrennen in Den Haag. Hier gewann die Holländerin Merel de Knegt mit 1:14:31 Stunden vor ihrer Landsfrau Jolanda Verstraten (1:17:50).