Olympia spezial

Sabrina Mockenhaupts Sternstunde in Peking

Mit 31:14,21 Minuten gelang Sabrina Mockenhaupt im olympischen Finale eine neue Bestzeit über 10.000 m.

Mit dem stärksten Rennen ihrer Karriere lief Sabrina Mockenhaupt bei den Olympischen Spielen in Peking auf Rang 13 über 10.000 m. Das ist die beste Platzierung der 27-Jährigen bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften bisher.

Sabrina Mockenhaupt zeigte in Peking eine starke Leistung.

Bild: photorun.net

Die Läuferin des Kölner Vereins für Marathon kam mit 31:14,21 Minuten so dicht wie noch nie an den deutschen Rekord heran, obwohl zu der Marke der Berlinerin Kathrin Weßel, die 1991 in Frankfurt 31:03,62 Minuten gelaufen war, noch gut zehn Sekunden fehlen. Bisher stand die persönliche Bestzeit von Sabrina Mockenhaupt bei 31:21,28 Minuten aus dem Jahr 2005.

„Ich bin richtig glücklich. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut laufen würde. Unter 32 so hochkarätigen Läuferinnen 13. zu werden, das ist super“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die sich am Anfang des schnellen Rennens auf Rang 28 einsortiert hatte und dann nach und nach einen Platz nach dem anderen gut machte.

Vor zwei Monaten war die zweitschnellste deutsche 10.000-m-Läuferin aller Zeiten noch auf einem Tiefpunkt. In Leverkusen, wohin sie gewechselt war, um bei Paul-Heinz Wellmann zu trainieren, kam sie nicht zu recht. Sabrina Mockenhaupt zog die Notbremse und ging kurzfristig wieder zurück in die Heimat zu ihrem alten Coach Heinz Weber. „Dieser Wechsel zurück war sehr wichtig für den Erfolg in Peking – ich habe mich noch nie so gut auf einen Event vorbereitet wie jetzt“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die bei Olympia vor vier Jahren Platz 15 belegt hatte. Bei Weltmeisterschaften kam sie bisher nicht über Rang 17 hinaus, im vergangenen Jahr verpasste sie die Qualifikation für die WM in Osaka.

Das nächste Ziel von Sabrina Mockenhaupt ist nun der Marathon: In Frankfurt wird sie am 26. Oktober ihr zweites Rennen über die klassische Distanz laufen. Im vergangenen Oktober hatte sie ihre Premiere in Köln zwar gewonnen, doch bei den 2:29:33 Stunden hatte sie sich schwer getan. Gemessen an ihrer 10.000-m-Zeit müsste sie dieses Ergebnis eigentlich deutlich unterbieten können.

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