Deutsche Meisterschaften

Sabrina Mockenhaupt rennt solo zum Titel

Die frühzeitige Erfüllung der Norm kann die kleine Siegerländerin bereits jetzt für die EM in Barcelona planen.

Sehr entspannt drehte Sabrina Mockenhaupt nach ihrem souveränen Start-Ziel-Sieg auf dem gepflegten Rasen im Stadion am Goldberg auf Strümpfen ihre Runden. „Mit Spikes zu laufen bin ich nicht mehr gewohnt. Für die Füße ist das sehr angenehm“, kommentierte sie das entspanntes Auslaufen nach dem 25-Runden-Pflichtprogramm. „Ich bin in Ohrdruf angetreten, um die Norm zu laufen. Schon nach 5.000 m hatte ich einen guten Zeitpuffer. Schon alleine aus dieser Sicht heraus fühle ich mich in aufsteigender Form. Bis zum Saisonhöhepunkt mit der EM in Barcelona habe ich noch etwas Zeit. In den vergangenen Jahren war ich vielleicht auch zu früh in Form. Es ist schon gut so.“ Die kleine Siegerländerin übt derzeit den Spagat zwischen Straße und Bahn, um in Form zu kommen. So steht zunächst der AVON-Frauenlauf in Berlin über 10 km an, dann ein schnelles 5.000-m-Rennen in Hengelo.

Einen wesentlich stärkeren Eindruck als zuvor machte, sicherlich mit Abstand zu Sabrina Mockenhaupt, Simret Restle, die mit der Schweizer Berglauf-Europameisterin Martina Strähl eine überaus kampfstarke und temporesistente Konkurrentin bekommen hatte. „Das war ein ideales Laufen, wir konnten uns super abwechseln“, gab sie im Ziel ein Kompliment an die Schweizerin. Dem stetigen Führungswechsel jedenfalls ist es zu verdanken, dass die Neu-Kasselerin mit 33:08,84 und die Berglauf-Spezialistin mit 33:11,21 Minuten starke Resultate abliefern konnten. Für die Schweizerin war das sogar die Norm für Barcelona, die der Leichtathletik-Verband der Eidgenossen exakt auf die internationale Norm von 33:25 Minuten fixiert hat. Auf Rang drei steigerte sich Ingalena Heuck zwei Wochen nach dem Gewinn der Halbmarathonmeisterschaft auf 33:30,25 Minuten. „Ich musste mein Rennen laufen, weil Simret und Martina doch etwas stärker waren als ich.“ Im Kampf um den Juniorentitel setzte sich die frühere Jugendmeisterin Christina Kröckert nach langer Durststrecke in 34:07,43 gegen die Cross-Vizemeisterin Anna Hahner (34:48,62) überraschend klar durch.

Eine Parallele zu Sabrina Mockenhaupt gab es bereits zu Beginn der Meisterschafts-Wettbewerbe, als Corinna Harrer mit einem Start-Ziel-Sieg den A-Jugend-Titel über 5000 m in 16:47,04 mit dreißig Sekunden Vorsprung gewann.

„Klar, ich wäre gerne einige Sekunden schneller gelaufen, aber am Donnerstag beginnt für mich das Abitur. Und das hat klare Priorität“, freute sich die U19-EM-Zweite über 800 m über die erfolgreiche Titelverteidigung.

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