Deutsche Hallenmeisterschaften in Karlsruhe

Sabrina Mockenhaupt gewinnt "Trainingslauf"

Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe siegte Sabrina Mockenhaupt in 9:13,67 über 3.000 Meter.

Sabrina Mockenhaupt bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe

Der Start für die 3.000 m bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe.

Bild: Norbert Wilhelmi

Für Sabrina Mockenhaupt war es nicht mehr als ein kurzer, schneller Trainingslauf. Doch das reichte, um am ersten Tag der Deutschen Hallenmeisterschaften die Konkurrenz im 3.000-m-Finale klar auf Abstand zu halten. Die 29-jährige Läuferin des Kölner Vereins für Marathon siegte in der Karlsruher Europahalle souverän in 9:13,67 Minuten, nachdem sie frühzeitig die Führung übernommen hatte.

„Die Stimmung war super. Und trotz eines Trainingsrückstandes in der Vorbereitung auf einen Halbmarathon in vier Wochen hat es mit dem Sieg und einer guten Zeit dann ja doch geklappt“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die ein gleichmäßiges Rennen lief (1.000 m in 3:05,45 Minuten; 2.000 m in 6:11,34) und nur am Ende noch etwas beschleunigte. Deutlich vor Maren Kock (LG Elmstal/9:24,24) und Veronica Pohl (LG ASV DSHS Köln/9:26,01) war Sabrina Mockenhaupt im Ziel.

Priorität hat zurzeit für Sabrina Mockenhaupt die Vorbereitung auf einen Halbmarathon. Deswegen war sie auch nur für das Hallenrennen morgens nach Karlsruhe gefahren und reiste unmittelbar danach wieder zurück ins Siegerland. Wo sie über die ,halbe Distanz’ starten wird, ist noch nicht bekannt. Im vergangenen Frühjahr hatte sie den Berliner Halbmarathon in persönlicher Bestzeit von 68:45 Minuten gewonnen.

Einen Berliner Erfolg gab es im 3.000-m-Finale der Männer. Hier lieferten sich am Ende zwei Läufer einen Spurt, deren Stärke eigentlich die 1.500 m sind. Schließlich siegte Carsten Schlangen (LG Nord Berlin) in 8:01,18 Minuten knapp vor Christoph Lohse (TV Wattenscheid/8:01,22). Dritter wurde Marc-André Kowalinski (Telekom Trier/8:04,04). Langstrecken-Spezialist und Titelverteidiger Arne Gabius (LAV Asics Tübingen) musste sich mit Rang sieben in 8:11,74 Minuten zufrieden geben.

„Ich bin froh, dass es am Ende gereicht hat, und dass die Kraft noch da war. Denn in der vergangenen Woche war ich ziemlich krank. Vielleicht hat mir diese Pause die nötige Frische gebracht“, sagte Carsten Schlangen und erklärte: „Auf die 1.500 Meter habe ich verzichtet, weil ich im vergangenen Jahr einen Schienbein-Ermüdungsbruch hatte und drei Monate lang nur auf dem Fahrrad trainiert habe. In letzter Zeit war es dann viel Skilanglauf und ich bin nur rund 50 Wochenkilometer gelaufen. Der Stress wäre mir für die kurze Strecke zu groß gewesen, da ich dort Topfavorit gewesen wäre.“

Text: race-news-service.com
Foto: Norbert Wilhelmi

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