Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften

Sabrina Mockenhaupt gewann ihren zwölften 5.000-m-Titel

Sabrina Mockenhaupt holte bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm ihren zwölften Titel über 5.000 m. Der Franzose Mekhissi lief beim Meeting in Paris Hindernis-Europarekord.

Steffen Uliczka

Steffen Uliczka wurde in Ulm souverän Deutscher Meister.

Bild: photorun.net

Zwei Langstrecken-Disziplinen standen am Sonnabend im Mittelpunkt – sowohl bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm als auch beim Diamond League-Meeting in Paris: die 3.000 m Hindernis der Männer und die 5.000 m der Frauen.

In Ulm gewann Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) souverän den Titel über 3.000 m Hindernis. Nach einem Alleingang war er nach 8:40,62 Minuten deutlich vor Fabian Clarkson (SCC Berlin/8:48,25) und Benedikt Karus (LG Nordschwarzwald/8:52,48) im Ziel. Damit fehlt dem einzigen deutschen Hindernisläufer, der auch international mithalten kann, zwar nach wie vor die Norm für die Weltmeisterschaften im nächsten Monat in Moskau. Doch Steffen Uliczka hofft, dass ihn der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) trotzdem nominieren wird. Denn mit einer Saisonbestzeit von 8:23,57 Minuten fehlt nicht viel zur deutschen WM-Norm. Die internationale Richtzeit des Weltverbandes IAAF, die bei 8:26,00 steht, hat er damit deutlich unterboten.

Währenddessen bleiben Deutsche Meisterschaften die Bühne der Sabrina Mockenhaupt. Die Läuferin der LG Sieg machte in Ulm das Dutzend voll: Bereits zum zwölften Mal gewann sie den Titel über 5.000 m. Konkurrenzlos lief sie nach 15:32,74 Minuten über die Ziellinie. In dem schwach besetzten Rennen wurde Maren Kock (LG Telis Finanz Regensburg) mit 16:14,15 Minuten vor ihrer Vereinskameradin Carolin Aehling (16:30,05) Zweite.

Hochkarätige Zeiten gab es währenddessen beim zeitgleich stattfindenden Leichtathletik-Meeting in Paris. Hier gewann der kenianische Olympiasieger Ezekiel Kemboi das 3.000-m-Hindernisrennen in der Jahresweltbestzeit von 7:59,03 Minuten. Als Zweiter lief Mahiedine Mekhissi-Benabbad einen Europarekord. Der Franzose war nach 8:00,09 Minuten im Ziel und verbesserte die Marke seines Landsmannes Bob Tahri, der 2009 beim ISTAF in Berlin 8:01,18 gelaufen war. Dritter wurde Paul Koech (Kenia) mit 8:09,17.

Eine Jahresweltbestzeit gab es auch über 5.000 m der Frauen: Tirunesh Dibaba setzte sich in 14:23,68 Minuten vor ihren Landsfrauen Almaz Ayana (14:25,84) und Gelete Burka (14:42,07) durch. Die 10.000-m-Olympiasiegerin Dibaba verbesserte die Jahresbestzeit ihrer Landsfrau und Dauerrivalin Meseret Defar um gut drei Sekunden.