Leichtathletik-EM Zürich 2014

Sabrina Mockenhaupt erreicht sechsten Platz über 10.000 m

Die Britin Jo Pavey sicherte sich bei der LA-EM in Zürich die Goldmedaille über 10.000 m in 32:22,39 Minuten. Sabrina Mockenhaupt erreichte einen beachtlichen sechsten Rang.

Sabrina Mockenhaupt bei der EM 2014

Sabrina Mockenhaupt überzeugte mit Rang sechs in Zürich.

Bild: www.photorun.net

10.000 m der Frauen am ersten EM-Wettkampftag

Die erste Langstrecken-Entscheidung bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich endete am Dienstagabend mit einer großen Überraschung: Die 40-jährige Britin Jo Pavey sicherte sich die Goldmedaille über 10.000 m. Es war der größte Sieg ihrer langen Karriere für die Läuferin, die bei Olympia in London 2012 jeweils starke siebente Plätze über 5.000 und 10.000 m belegt hatte und dann im vergangenen Jahr aufgrund einer Schwangerschaft keine Wettkämpfe bestreiten konnte. Während die Britin ihren späten Triumph bejubelte, hatte auch Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) Grund zu Freude. Die einzige deutsche Läuferin erreichte einen beachtlichen sechsten Rang. Bereits am Sonnabend wird sie auch im EM-Marathon an den Start gehen.

EM-Gold für Jo Pavey

Das Tempo in diesem Finale war lange Zeit verhalten, was zur Folge hatte, dass eine große Gruppe bis in die Schlussphase zusammen blieb. Die Hälfte der Distanz wurde nach 16:26,72 Minuten passiert. Auch danach wurden die Kilometerabschnitte in Zeiten von deutlich über drei Minuten gelaufen. Richtig schnell wurde es erst auf den letzten 1.000 Metern mit einer Zwischenzeit von 2:55 Minuten. Es war zunächst die Französin Clémence Calvin, die das Tempo an der Spitze forcierte. Doch 800 Meter vor dem Ziel schob sich Jo Pavey, die vor kurzem mit einer Bronzemedaille über 5.000 m bei den Commonwealth Games gegen hochkarätige kenianische Konkurrentinnen überzeugt hatte, nach vorne. Im Zweikampf gegen Calvin konnte Pavey auf der Zielgeraden dann nochmals zulegen und lief zu einem souveränen Sieg in 32:22,39 Minuten vor der Französin (32:23,58). Bronze ging an Laila Traby (Frankreich/32:26,03), Vierte wurde Jip Vastenburg (Niederlande/32:27,37). Hinter der Portugiesin Sara Moreira (32:30,12) folgte dann Sabrina Mockenhaupt auf Rang sechs mit 32:30,49. Titelverteidigerin Ana Dulce Felix (Portugal) blieb nur Platz zwölf.

Jo Pavey wurde überraschend Europameisterin über 10.000 m.

Bild: www.photorun.net

Doppelstart für Mockenhaupt: nach den 10.000 m folgt der Marathon

„Am Ende habe ich gemerkt, dass ich die Medaillenränge nicht erreichen würde. Ich habe dann kurz überlegt ob ich aufgebe, habe mich aber dafür entschieden, mich durchzukämpfen. Ich bin stolz, dass ich mich durchgebissen habe“, sagte Sabrina Mockenhaupt, der vielleicht aufgrund des Marathontrainings am Ende etwas Schnelligkeit fehlte. Die Platzierung über 10.000 m wird ihr sicherlich Mut machen für das zweite EM-Rennen am Sonnabend.

„Ich bin sprachlos und begeistert. Das war ein langer Weg bis hierhin. Es ist schon irgendwie komisch, dass ich jahrelang einer Goldmedaille hinterhergelaufen bin und sie nun mit 40 Jahren doch noch gewinne“, sagte Jo Pavey, die vor zwei Jahren bei der EM in Helsinki Silber über 10.000 m gewonnen hatte. In Zürich hat sie nun noch eine zweite Medaillenchance, denn die Britin wird auch über 5.000 m an den Start gehen. Ursprünglich schien es als habe sie über die kürzere Distanz sogar die besseren Chancen.

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