Berliner Halbmarathon

Sabrina Mockenhaupt Dritte

Sabrina Mockenhaupt Dritte beim Berliner Halbmarathon

Sabrina Mockenhaupt auf dem Weg zu Platz drei in Berlin.

Bild: www.photorun.net

Im Frauenrennen hatte sich Pasalia Kipkoech und Eunice Kales frühzeitig von ihren Konkurrentinnen abgesetzt. An der 10-km-Marke, die die beiden Kenianerinnen nach 32:55 Minuten erreicht hatten, lagen sie elf Sekunden vor Sabrina Mockenhaupt. Die 29-Jährige hatte im hinderlichen Gegenwind auf den ersten sieben Kilometern bewusst ein etwas langsameres Tempo gewählt, um auf der zweiten Streckenhälfte noch zulegen zu können. Und es sah fast so aus, als könne sie mit dieser Taktik wie vor einem Jahr zum Erfolg kommen. Bis zwei Kilometer vor dem Ziel hatte die Titelverteidigerin den Abstand auf drei Sekunden verkürzt und die etwas hinter Kipkoech zurückhängende Kales fast eingeholt. Doch die Kenianerinnen sahen Sabrina Mockenhaupt kommen und konnten noch einmal entscheidend zulegen. „Ich war mir meiner Sache nicht sicher – ich habe gebetet, dass ich gewinnen würde. Ursprünglich dachte ich, dass ich für einen Sieg 67 Minuten laufen müsste“, erklärte Pasalia Kipkoech.

„Ich wusste früh im Rennen, dass es mit einer Bestzeit nichts werden würde. Ich hätte schon gerne gewonnen, aber am Ende waren die beiden Kenianerinnen einfach zu stark für mich“, sagte Sabrina Mockenhaupt. Der Wind wehte auch zu stark und die Form war nicht stark genug, um ihre Bestzeit aus dem vergangenen Jahr (68:45 Minuten) zu erreichen. „Mir fehlte einfach die Tempohärte und die Ausdauer. Ich hatte gehofft, dass es besser laufen würde, doch zweieinhalb Monate Training reichten nicht. Aber ich muss zufrieden sein mit dem Erreichten und weiß jetzt wenigstens wo ich stehe“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die zur Sportfördergruppe der Bundeswehr gehört und daher im November und Dezember einen Feldwebel-Lehrgang absolvieren musste. „Wir sind jeden Tag um 6 Uhr aufgestanden, waren mit Rucksack im Wald unterwegs und mussten Schießübungen machen – danach war ich einfach zu müde für ein richtiges Training.“

Jetzt will sich Sabrina Mockenhaupt. zunächst wieder auf die 10.000-m-Strecke konzentrieren und über diese Distanz bei den Europameisterschaften in Barcelona im Sommer eine Platzierung unter den ersten Acht erreichen. Danach steht ein Herbst-Marathon auf ihrem Programm. Und mittelfristig will sich die 29-Jährige noch stärker auf die Straßenläufe konzentrieren. Am Sonntag endete zwar ihre Erfolgsserie, doch es wird sicher wieder neue Siege für Sabrina Mockenhaupt in Berlin geben.

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Wondimu und Kipkoech siegen in Berlin