Olympische Tradition

RUNNER'S-WORLD-Leser als Fackelträger für Olympia London 2012

70 Tage ist die Fackel der Olympischen Spiele 2012 quer durch Großbritannien unterwegs, von 8.000 Läufern getragen. Unter den Fackelträgern sind vier RUNNER’S-WORLD-Leser.

Claudia Rieß

Die „Marathonnonne“ Schwester Claudia Rieß mit Dieter Baumann, dem sie handgestrickte Socken schenkte.

Bild: privat

Seit dem traditionellen Entzünden der Flamme am 10. Mai in Olympia (Griechenland) ist die Fackel von Olympia 2012 unterwegs. Auf ihrer Reise bis London ist das Olympische Feuer insgesamt 15.800 km unterwegs. In Großbritannien angekommen ist die Fackel am 18. Mai, wo sie durch 54 Orte reist. Darunter sind neben der Isle of Man, den Shetland- und Orkneyinseln und Dublin auch kleinere Ortschaften sowie Stationen in nordirischen Städten. Ziel ist die Eröffnungsfeier von Olympia 2012 am 27. Juli in London.

Die Olympische Fackel steht für Frieden, Einheit und Freundschaft seit jeher und gibt diese Botschaft von einem Fackelträger zum nächsten weiter.

Nicht nur auf dem normalen Fußwege wird die Olympische Fackel getragen. Auf einigen Streckenabschnitten kommen Rennboot, Dampfschiff, Stocherkahn, Rennpferde und weitere ungewöhnliche Transportmittel zum Einsatz.

Als Fackelläufer sollen besondere Persönlichkeiten zum Einsatz kommen. Neben Prominenten wie den Fußballspielern David Beckham, Didier Drogba und dem Sänger will.i.am laufen „normale“ Menschen ein Stück mit der Fackel. Meist sind es Einwohner der jeweiligen Orte, die sportliche Erfolge erzielt oder besondere Verdienste, beispielsweise durch Charity-Arbeit, geleistet haben.

Die besondere Ehre, die Olympische Fackel ein Stück tragen zu dürfen, wird in diesem Jahr auch vier RUNNER’S-WORLD-Lesern zuteil. Denn Samsung, Presenting Partner des Olympischen Fackellaufes, hatte mit RUNNER’S WORLD Fackelläufer gesucht. Die ausgewählten Fackelläufer sind Schwester Claudia Rieß, Gerlinde Didea, Matthias Laar und Kerstin Sigle. Die vier Läufer gehören nun zu den 35 Repräsentanten Deutschlands beim Fackellauf der Olympischen Spiele 2012.

Matthias Laar hat sich mit Leib und Seele dem Sport verschrieben und trainiert behinderte Radfahrer.

Bild: privat

Als „Marathonnonne“ wurde die 50-jährige Lehrerin Schwester Claudia Rieß von den Dillinger Franziskanerinnen bekannt. Sie trainiert viermal in der Woche, meist an der Donau. Das Laufen in der Natur ist für sie die schönste Möglichkeit, Gott zu begegnen, ihre Laufzeiten sind ihre privaten Gebetszeiten. Beim München-Marathon im letzten Herbst betete sie ab Kilometer 30 vier Rosenkränze – und lief nach 4:46 Stunden ins Ziel. Im Bild sieht man sie mit Dieter Baumann. In seinem Blog zur Vorbereitung auf die 100 Kilometer von Biel hatte sie gelesen, dass er sich handgestrickte Socken wünsche. Die strickte sie ihm, und anlässlich der Übergabe absolvierten sie mit ihren Schülern einen Trainingslauf. Film unter runnersworld.de/nonne.

Gerlinde Didea, 31, ist technische Betreuerin und betreibt verschiedenste Sportarten. Den Spaß am Laufen fand sie gerade erst, trainiert jetzt aber, um mit der olympischen Fackel würdevoll zu laufen. In ihrer Freizeit hilft die gebürtige Rumänin Menschen beim Deutschlernen, bei Formularen für Behörden und kümmert sich um die Integration körperlich und geistig Behinderter.

Von seiner Frau wurde Matthias Laar, 36, als Fackelträger für Olympia 2012 vorgeschlagen. Für sie ist er ein wahrer Held des Alltags. Wir stimmen ihr zu, denn Sportwissenschaftler Matthias engagiert sich ehrenamtlich als Trainer behinderter Radfahrer. Mit Erfolg: Einer seiner Sportler holte bei den Paralympics 2008 in Peking drei Medaillen. Er selbst läuft Rennen bis 10 Kilometer.

Die Pressereferentin Kerstin Sigle, 42, trainiert seit Jahren Kinder im Handball. Unter dem Motto „Kinder stark machen“ kämpft sie gegen Drogenmissbrauch. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern durch Sport. Seit 2006 läuft Kerstin regelmäßig im Lauftreff und bei Wettkämpfen, im Mai schaffte sie ihren ersten Halbmarathon.

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