Im italienischen Rieti

Rudisha knackt wieder 800-m-Weltrekord

13 Jahre lang war der 800-m-Weltrekord unantastbar. Nun hat David Rudisha ihn zweimal in acht Tagen gebrochen.

Rudisha rennt 800-m- Weltrekord

David Rudisha auf dem Weg zum Weltrekord in Rieti.

Bild: photorun.net

Fast genau 13 Jahre lang war der 800-m-Weltrekord des gebürtigen Kenianers Wilson Kipketer (Dänemark/1:41,11 Minuten) praktisch unantastbar. Jetzt kam David Rudisha und stellte innerhalb von acht Tagen zwei Weltrekorde über die zwei Stadionrunden auf.

Zwischendurch sicherte er sich zudem in beeindruckender Manier auch noch den Sieg in der Diamond League in einem hochkarätig besetzten Rennen in Brüssel. Der erst 21-jährige Kenianer hat damit für eine geschichtsträchtige Leichtathletik-Leistung gesorgt. Im italienischen Rieti verbesserte David Rudisha am Sonntag seinen eigenen 800-m-Weltrekord auf 1:41,01 Minuten.

„Meine Zeit wird eines Tages kommen, ich bin noch jung und muss geduldig sein.“ Das hatte David Rudisha vor einem Jahr gesagt, nachdem der Kenianer bei den Weltmeisterschaften in Berlin im 800-m-Halbfinale überraschend gescheitert war. Zuvor hatte er 2008 die Olympiaqualifikation verletzungsbedingt verpasst. Die Zeit des David Rudisha kam ziemlich schnell. Nach der WM-Pleite von Berlin blieb der erst 21-Jährige in mittlerweile 19 Rennen über 800 m ungeschlagen. Nur fünf Tage nach seinem Weltrekord beim ISTAF im Berliner Olympiastadion (1:41,09 Minuten), entschied er am Freitagabend auch den Lauf beim Diamond League-Finale in Brüssel für sich. Damit gewann David Rudisha neben einer Prämie von 40.000 US-Dollar einen Diamanten. Obwohl er mit 1:43,50 Minuten eine durchaus schnelle Zeit lief, war Brüssel für den Kenianer lediglich eine Zwischenstation. „Heute ging es nur um den Sieg in der Diamond League. Das war kein Rennen, das für einen Rekordversuch geeignet ist“, erklärte David Rudisha am Freitagabend und fügte hinzu: „Ich fühle mich immer noch stark. Und wenn am Sonntag in Rieti die Bedingungen gut sind, will ich versuchen, meinen Weltrekord zu verbessern.“

Am Sonntag setzte David Rudisha bei sehr guten Bedingungen in Rieti sein Ziel um. Im Gegensatz zum Berliner Rennen vor einer Woche waren nun zwei Tempomacher im Rennen. Rudishas Trainingspartner Sammy Tangui erreichte nach 48,20 Sekunden die 400-m-Marke. Damit war er schneller als vor einer Woche in Berlin (48,65). Danach löste ihn Jackson Kivuva (beide Kenia) ab und führte Rudisha noch weitere 100 Meter. Die letzten 300 m rannte David Rudisha dann alleine, wobei er den 600-m-Punkt nach 1:14,59 Minuten erreichte – minimal langsamer als in Berlin (1:14,54). Auf den letzten 200 Metern war er dann aber wieder etwas schneller als beim ISTAF und so fiel der Rekord zum zweiten Mal nur eine Woche später. Nach 1:41,01 Minuten war David Rudisha vor seinem Landsmann Boaz Lalang (1:42,95) sowie den jeweils persönliche Bestzeiten laufenden Nick Symmonds (USA/1:43,76) und Michael Rimmer (Großbritannien/1:43,89) im Ziel.

Weiterlesen

Seite 1 von 2
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Rudisha bricht zwei Bestzeiten

Porträt

David Rudisha – Kenias kommender 800-m-Star

David Rudisha, hier bei seinem Sieg beim World Athletics Final 2009, wird zugetraut, den 800-m-Weltrekord brechen zu können.
David Rudisha gilt als Ausnahmetalent über die zwei Stadionrunden.... mehr

800 Meter

Rudisha nah am Weltrekord

David Rudisha gewinnt über 800 m ein Rennen nach dem anderen.
David Rudisha lief die 800 Meter als vierter Mensch unter 1:42... mehr

Weltrekordler im Interview

David Rudisha will noch schneller laufen

David Rudisha
Der neue 800-m-Weltrekordler David Rudisha will noch schneller laufen.... mehr