Silvesterlauf Peuerbach 2014

Richard Ringers "Silvesterknaller" in Peuerbach

Der 25-jährige deutsche Läufer Richard Ringer sorgte im österreichischen Peuerbach für eine Sensation. Er gewann überraschend den gut besetzten Silvesterlauf über die 6,8-km-Distanz.

Silvesterlauf Peuerbach

Der knappe Zieleinlauf bei den Männern in Peuerbach.

Bild: Andreas Maringer

Für einen „Silvesterknaller“ sorgte Richard Ringer im österreichischen Peuerbach: Der 25-jährige Läufer des VfB LC Friedrichshafen gewann überraschend den Silvesterlauf über die 6,8-km-Distanz. Zwar muss sich Ringer Platz eins mit dem Kenianer Victor Chumo teilen, der genau neben ihm ins Ziel gesprintet war, doch das tut der Leistung des Deutschen keinen Abbruch. 19:04 Minuten wurde für beide gestoppt. Schnellste Frau war über die 5,1-km-Strecke die Kenianerin Sheila Chepngetich, die mit 15:43 Minuten einen Streckenrekord aufstellte. Anna und Lisa Hahner (Gengenbach/Run2Sky) belegten die Ränge neun und zehn.

Peuerbach war für deutsche Langstreckenläufer immer wieder ein gutes Pflaster. Bei den Männern ist es allerdings lange her, dass es einen Sieg gab. Carsten Eich gewann zuletzt 1998. Sechsmal triumphierte er insgesamt in Peuerbach, wo er heute das Elitefeld zusammenstellt. Mit einem Erfolg seines Landsmannes Ringer wird allerdings auch Eich nicht gerechnet haben.

Ringer lief von Beginn an in einer zunächst größeren Spitzengruppe, ließ sich auch von den afrikanischen Konkurrenten nicht abhängen und bot Chumo schließlich bis ins Ziel Paroli. Mit deutlichem Abstand folgte als Dritter der Titelverteidiger Cornelius Kangogo in 19:23 Minuten. Vierter wurde Jonas Habtemicael (Eritrea) mit 19:26.

Richard Ringer hatte in den letzten zwölf Monaten mehrmals mit starken Leistungen in internationalen Rennen auf sich aufmerksam gemacht. Vor einem Jahr war er Siebenter bei der Crosslauf-Europameisterschaft, im August wurde er Vierter beim EM-Finale in Zürich über 5.000 m.

Nur Platz neun und zehn für die Hahner-Zwillinge beim Silvesterlauf Peuerbach

Im Rennen der Frauen fiel der avisierte Streckenrekord. Es war allerdings nicht die favorisierte Betsy Saina, die ihn brach, sondern ihre kenianische Landsfrau Sheila Chepngetich. Sie war über die 5,1-km-Distanz nach 15:43 Minuten im Ziel und hatte damit die bereits zwölf Jahre alte Bestmarke um 13 Sekunden unterboten. Saina folgte als Zweite mit 15:48. Perine Nengampi (Kenia) war als Dritte in 16:23 deutlich zurück. Vierte wurde die Vorjahressiegerin Amela Terzic (Serbien) mit 16:36.

Bei leichtem Schneefall und Temperaturen im Minusbereich liefen Anna und Lisa Hahner auf die Plätze neun und zehn. Anna war dabei in 16:57 Minuten auch zum Jahresabschluss am Ende etwas schneller als ihre Zwillingsschwester. Zwei Sekunden später kam Lisa ins Ziel.