Hallen-Europameistrschaften in Prag

Richard Ringer EM-Fünfter über 3.000 m

Bei seinem internationalen Meisterschafts-Debüt erreichte Richard Ringer im 3.000-m-Lauf einen guten fünften Platz.

Richard Ringer

Richard Ringer lief in Prag auf Rang fünf.

Bild: photorun.net

Ein aus Kenia stammender Türke ist der neue Hallen-Europameister über 3.000 m: Ali Kaya sicherte sich mit einem famosen Tempolauf die Goldmedaille bei den Leichtathletik-Titelkämpfen in Prag. Der erst 20-Jährige gewann mit einem Meisterschaftsrekord von 7:38,42 Minuten vor dem Briten Lee Emanuel, der nach 7:44,48 im Ziel war.

Dritter wurde auf der 200-m-Rundbahn Henrik Ingebrigtsen, der mit 7:45,54 einen norwegischen Landesrekord aufstellt. Es wurde nichts mit der erhofften Medaille für Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen), der aber mit 7:48,44 Minuten trotzdem eine gute Leistung zeigte und hinter dem Spanier Jesus Espana (7:47,12) Rang fünf belegte.

Ali Kaya war in dieser Hallensaison noch nicht in Erscheinung getreten. Doch es war klar, dass der Youngster, der seit Mitte 2013 die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, im Rennen um die Goldmedaille dabei sein würde. Im vergangenen Jahr war er EM-Dritter über 10.000 m und Zweiter bei der Cross-EM im Dezember. Kaya setzte sich unmittelbar nach dem Start an die Spitze und führte eine Vierergruppe an, zu der auch Richard Ringer gehörte.

Zwei Deutsche im Endlauf der Hallen-Europameisterschaften

Als sich der Türke nach rund 1.200 Metern absetzte, versuchte Ringer die Lücke zu schließen. Doch er konnte das hohe Tempo nicht halten und fiel dann noch auf Rang fünf zurück. Mit 7:48,44 kam der 26-jährige Ringer, der zum ersten Mal bei einer großen internationalen Hallen-Meisterschaft startete, relativ dicht an seine persönliche Bestzeit von 7:46,18 heran. Der zweite deutsche Läufer im Finale, Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg), wurde Achter in 7:51,02 Minuten. Clemens Bleistein (LG Stadtwerke München) hatte den Endlauf verpasst. Im Vorlauf wurde er Neunter mit 7:53,33 Minuten.

Die Goldmedaille im 3.000-m-Rennen der Frauen geht nach Russland: Yelena Korobkina gewann das Rennen in 8:47,62 Minuten vor der Weißrussin Sviatlana Kudzelich, die nach 8:48,02 im Ziel war. Bronze sicherte sich die Holländerin Maureen Koster mit 8:51,64 vor der Britin Laura Muir (8:52,44).

Vier Runden vor Schluss hatte Maureen Koster die Initiative ergriffen und sich an die Spitze des Feldes gesetzt. Drei Läuferinnen konnten ihr folgen – Korobkina, Kudzelich und Muir. Eingangs der letzten Runde übernahm dann Korobkina die Führung. Ihrem Antritt konnte nur noch Kudzelich folgen, die jedoch nicht an der Russin vorbei kam. „Als ich nach vorne ging, war ich zuversichtlich, dass ich gewinnen würde – es war ein tolles Rennen für mich“, sagte die 24-jährige russische Siegerin, für die es in Prag der bisher größte Sieg ihrer Karriere war. Vor zwei Jahren hatte sie bei den europäischen Hallen-Titelkämpfen über 3.000 m als Vierte eine Medaille noch verpasst, jetzt gewann sie Gold.

Gesa Krause verpasst Endlauf bei den Hallen-Europameisterschaften knapp

Die deutschen Läuferinnen hatten das Finale verpasst. Gesa Krause (Eintracht Frankfurt) belegte Rang neun in ihrem Vorlauf mit 9:11,01. Damit fehlten gute acht Sekunden zum Erreichen des Endlaufes. Maren Kock (LG Telis Finanz Regensburg) wurde in ihrem Vorlauf Siebente mit 9:20,79. Besser machte es die Österreicherin Jennifer Wenth. Nach einer persönlichen Bestzeit im Vorlauf steigerte sie sich im Finale erneut. Mit 8:59,84 belegte die 23-Jährige Rang neun.

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