Grand Prix von Bern 2016

Rekordlauf mit 28.920 Finishern in Bern

Der Marathon-Weltmeister Ghirmay Ghebreslassie ließ der Konkurrenz beim 35. Grand Prix von Bern nicht den Hauch einer Chance.

Grand Prix von Bern 2016 - Die Bilder
Grand Prix von Bern 2016 Ghrimay Ghebreslassie Simon Tesfay

Die ersten fünf Kilometer konnte sich der spätere Dritte Simon Tesfay noch an die Fersen des überlegenen Siegers Ghirmay Ghebreslassie heften.

Bild: Swiss-Image

Bei der schon 35. Austragung des traditionellen Grand Prix von Bern 2016 über die klassische 10-Meilen-Distanz wurde am Samstag, den 14. Mai 2016, der alte Teilnehmer-Rekord geknackt – 28.920 Läufer konnten sich in Bern klassieren. Der schnellste von ihnen war der Marathon-Weltmeister Ghirmay Ghebreslassie in 47:00 Minuten. In einem souveränen Rennen ließ er der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Bei den Frauen setzte sich Charity Kiprop in 56:52 Minuten durch. Auch der Altstadt Grand Prix über 4,7 Kilometer und der Bären Grand Prix für alle Nachwuchsläufer konnten viele tausend Läufer an den Start ziehen.

Die schönsten Bilder vom Grand Prix von Bern 2016 finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Unter dem Motto „Die zehn schönsten Meilen der Welt“ finden Jahr für Jahr viele tausend Läufer den Weg an die Startlinie des 16,093 Kilometer langen Hauptlaufs. 14.162 Finisher über die vollen zehn Meilen zeigen einmal mehr die herausragende Stellung des Grand Prix von Bern in der nationalen aber auch internationalen Laufszene.

In 30 Wellen auf die Strecke geschickt

Um mit dem großen Ansturm an Läufern klarzukommen und keine Staus auf der Strecke zu verursachen, wurde in 30 Startwellen in kurzen Abständen gestartet. Nachdem um 15:53 Uhr respektive um Punkt 16:00 Uhr die Frauen- und Männer-Elite losgeschickt wurden, fielen bis um 16:52 Uhr die Startschüsse für alle Freizeit-Läufer.

Solo-Lauf von Ghirmay Ghebreslassie beim Grand Prix von Bern 2016

Von den ersten Metern an, ließ der erst 20-jährige Weltmeister keine Zweifel daran, dass der Sieg an diesem Tag nur über ihn gehe. Die Zwischenzeit nach fünf Kilometern von extrem schnellen 13:47 Minuten sprach für sich. Der Einzige, der immerhin bis dort mithalten konnte, war sein Landsmann Simon Tesfay. Den Streckenrekord seines Idols und Halbmarathon-Weltrekordhalters Zersenay Tadese (46:04 Minuten) konnte Ghebreslassie jedoch nicht gefährden. Dennoch bewältigte er den attraktiven aber anspruchsvollen Rundkurs mit seinen 263 Höhenmetern in sehr schnellen 47:00 Minuten. Mit der viertschnellsten Zeit in der 35-jährigen Geschichte des Grand Prix musste der Eritreer im Ziel über eine Minute auf seinen nächsten Konkurrenten warten.

Zehntausende Läufer erstürmten beim Grand Prix von Bern 2016 den schönen Rundkurs durch die schweizer Stadt.

Bild: Swiss-Image

Vorjahressiager Abraham dieses Mal nur auf Platz fünf in Bern

Dahinter konnte der Kenianer Bernard Matheka noch auf den zweiten Platz laufen und in schnellen 48:04 Minuten die Ziellinie überqueren. Der forsch angegangene Simon Tesfay sicherte sich knapp dahinter den dritten Platz und konnte in 48:11 Minuten noch über der 20-Stundenkilometer-Grenze bleiben. Der Vorjahressieger und Schweizer Marathon-Rekordhalter Tadesse Abraham musste sich beim Grand Prix von Bern 2016 mit dem fünften Platz in 49:21 Minuten begnügen. Er sei leicht erkältet gewesen und habe in der Rennwoche nicht planmäßig trainieren können, sagte er nach dem Rennen. Als Ausrede wollte Abraham diese Umstände aber nicht verstanden wissen.

Gladys Kiprop sorgt für kenianischen Sieg beim Grand Prix von Bern 2016

Bei der ersten Zwischenzeit nach fünf Kilometern (16:27 Minuten) schon eine knappe halbe Minute in Führung, setzte sich Gladys Kiprop am Ende in 56:52 Minuten durch. Allerdings wurde es hinterheraus nochmals eng für die Siegerin. Auf dem tollen zweiten Platz verkürzte die Schweizerin Martina Strähl den Rückstand auf Kiprop sukzessive auf nur noch elf Sekunden und lief nach 57:03 Minuten ins Ziel. Ungefährdet das Podest der Frauen komplettierte die Äthiopierin Deribe Alemu in 57:31 Minuten. Die mit Magenproblemen kämpfende Schweizer Marathon-Rekordhalterin Maja Neuenschwander belegte in 59:39 Minuten Platz sieben.

8.392 Finisher beim Altstadt GP über 4,7 Kilometer

Für all jene, denen zehn Meilen zu lang sind, wird der Altstadt Grand Prix über 4,7 Kilometer angeboten. Die Resonanz von 8.392 Finishern spricht klar für die Beliebtheit des kürzeren Rahmen-Rennens beim Grand Prix von Bern. Der Züricher Triathlet Sven Riederer gewann in 13:58 Minuten mit nur einer Sekunde Vorsprung vor seinem Landsmann Matthias Kyburz (13:59 Minuten). Bei den Frauen setzte sich die erst 15-jährige Delia Scablas in starken 16:10 Minuten durch.

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