Überzeugend

Pollmächer und Mockenhaupt Dritte beim Europacup

André Pollmächer und Sabrina Mockenhaupt erreichten beim 10.000-m-Europacup in Oslo jeweils dritte Plätze und erzielten nationale Jahresbestzeiten.

André Pollmächer und Sabrina Mockenhaupt haben sich beim 10.000-m-Europacup in Oslo gut geschlagen. Bei sehr warmem Wetter mit Temperaturen von rund 25 Grad Celsius erreichten die deutschen Läufer, die sich beide langfristig auf einen Start bei einem Herbst-Marathon vorbereiten, jeweils dritte Plätze und erzielten nationale Jahresbestzeiten.

Für André Pollmächer (Rhein-Marathon Düsseldorf) war es das erste internationale Meisterschaftsrennen nach seinem Comeback. Der 28-Jährige, der ursprünglich nach dem WM-Marathon in Berlin 2009 seine Karriere beendet hatte und sich dann im vergangenen Herbst zum Comeback entschloss, musste sich im ungewöhnlich warmen Oslo lediglich zwei iberischen Läufern geschlagen geben. Youssef El Kaliai (Portugal) gewann das Rennen in 28:20,03 Minuten vor dem Spanier José Manuel Martinez (28:24,16), der im vergangenen Jahr bei der EM in Barcelona Silber im Marathon gewonnen hatte. Als Dritter lief André Pollmächer 28:39,57. Hinter dem Europacup-Sieger von 2007 folgten Rafael Iglesias (Spanien/28:41,61) und Sondre Nordstad Moen (Norwegen/28:43,90) auf den Plätzen vier und fünf.

Für André Pollmächer war dieser Europacup jedoch nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur Marathon-Olympiaqualifikation. Er konzentriert sich vollkommen auf einen Herbst-Marathon – entweder in Berlin oder in Frankfurt –, bei dem er die Norm für London 2012 erreichen möchte. Pollmächer wird daher auch nicht bei den Weltmeisterschaften Ende August im koreanischen Daegu an den Start gehen.

Auch für Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) steht die Marathon-Olympiaqualifikation im Vordergrund. Sie war in Oslo nach 31:57,23 Minuten im Ziel und hätte damit theoretisch die B-Norm für die WM erfüllt. Wenn keine andere deutsche Läuferin im Qualifikationszeitraum schneller läuft, könnte Sabrina Mockenhaupt mit dieser Zeit für Daegu nominiert werden. Schneller waren in Norwegens Hauptstadt am Sonnabend lediglich Sara Moreira (Portugal/31:39,11) und Frankreichs
Marathonläuferin Christelle Daunay (31:44,84). Hinter Mockenhaupt kamen die 3.000-m-Hallen-Europameisterin Helen Clitheroe (Großbritannien/32:11,29) und Nadia Ejjafini (Italien/32:14,63) ins Ziel.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net