Staffelrennen

Peak to Creek 2013: atemberaubende Action bei strahlendem Wetter

Bei diesem Extrem-Rennen waren am Sonntag die Disziplinen Ski, Mountainbike, Berglauf, Klettern, Rennrad, Skibergsteigen, Paragleiten Kajak und Rafting zu absolvieren. Insgesamt legten die Athleten rund 85 Kilometer und 7.000 Höhenmeter zurück.

Peak to Creek 2013
Peak to Creek

Die Teams hatten eine Menge Spaß.

Bild: zooom.at/Ulrich Grill

Auch dieses Jahr ließ das Staffelrennen „Peak to Creek” keinerlei Wünsche offen und führte 24 Topathleten aus acht verschiedenen Sportarten im österreichischen Ötztal zusammen. Insgesamt galt es bei diesem Extrem-Rennen die Disziplinen Ski, Mountainbike, Berglauf, Klettern, Rennrad, Skibergsteigen, Paragleiten und Kajak zu absolvieren, bevor beim Rafting das gesamte Team noch einmal alle Kräfte mobilisierte und sich in die tosenden Fluten der Ötztaler Ache stürzte. In einem hochklassig besetzten und sehr anspruchsvollen Rennen, sicherte sich das Team Silber mit einer Gesamtzeit von 4:47:45 Stunden den wohlverdienten Sieg und verwies Team Rot rund um Jan Ullrich auf Platz zwei. Team Blau mit Skirennfahrer Dominik Paris (ITA) landete auf dem dritten Platz.

Dabei sahen die Dinge für Team Rot zu Beginn des Peak to Creek noch sehr vielversprechend aus: Mit einem hauchdünnen Vorsprung übergab Christoph Nösig (AUT) als Erstes an Mountainbiker Wolfgang Eysholdt GER), der in seiner Etappe nach einem Überschlag wertvolle Zeit auf seine Kontrahenten verlor. „Ich kann es selbst noch gar nicht richtig fassen, aber Bart und Daniel sind beide in Topform. Da konnte ich nicht mithalten und dann bin ich auch noch gestürzt – ein Alptraum“, keuchte Eysholdt nach seinem Rennen beim Peak to Creek.

Die Teams hatten beim Peak to Creak eine Menge Spaß.

Bild: zooom.at/Ulrich Grill

Auch Markus Kröll (AUT), der anschließend für das Team Rot in die überaus anspruchsvolle und abenteuerliche Berglauf-Etappe startete, schaffte es nicht, den Rückstand gutzumachen. „Ich habe alles gegeben, aber der Rückstand war einfach zu groß. Ein sehr anstrengendes Rennen, das mir Einiges abverlangte. Ich bin wirklich am Ende meiner Kräfte“, so Markus Kröll nach seiner Übergabe an Kletterer Lukas Ennemoser (AUT). Mit einem Vorsprung von nur einigen Sekunden sicherte sich Helmut Schiessl (GER) nicht nur den Sieg in der Disziplin Berglauf, sondern legte auch den Grundstein für eine solide Teamleistung beim Peak to Creek. Dicht gefolgt wurde der Bergläufer vom österreichischen Nachwuchssportler Martin Mattle und dem zweifachen österreichischen Berglauf-Meister Markus Kröll.

Nach einem Anstieg zum "Wiesele" ging es für die Athleten bei der Berglauf-Etappe von Peak to Creek von Niederthai bis zu Tirols höchstem Wasserfall, dem Stuibenfall, bevor sie nach 12,2km an der „Engelswand" an die Kletterer übergaben. Die Berglaufetappe, die sich über knapp 1.000 Höhenmeter erstreckte, gestaltete sich besonders schwierig und verlangte den Athleten die letzten Reserven ab.

Nach der Rennrad-Etappe wendete sich anschließend das Blatt: Rennrad-Profi Antonio Corradini aus Italien machte mit einer super Performance wertvolle Minuten wett. Skibergsteiger Ivo Zuliani (ITA) konnte danach endgültig die Führung an sich reißen. Insgesamt legten die Athleten beim Peak to Creek rund 85 Kilometer und 7.000 Höhenmeter zurück. Das spektakulärste Finish lieferte wohl der Paragleiter Gabor Kezi (HUN), der vor der Landung mit einem wagemutigen „Infinity“-Manöver den begeisterten Zuschauern den Atem stock ließ.

In der Kajak-Etappe stellte Max Siech (GER) als Erster sein Können unter Beweis. Auch Severin Häberling (SUI) und Sam Sutton (NZL) brillierten in ihrer Disziplin. Beim Rafting stiegen die Teams dann gemeinsam ins Boot und standen in der reißenden Ötztaler Ache ihren Mann - am Sieg von Team Silber beim Peak to Creek war jedoch nicht mehr zu rütteln. Mit einem Vorsprung von rund zwei Minuten erreichte Team Silber vor Team Rot das Ziel, bevor auch Team Blau mit etwas Verspätung in der Area 47 eintraf.

Bei traumhaftem Wetter führte Peak to Creek die Athleten von der Schwarzen Schneide bis zum Wildwasser der Ötztaler Ache und wortwörtlich vom Winter in den Sommer. Der Startschuss zum Rennen fiel um 10 Uhr auf 3.367 Metern Höhe. Nach knapp fünf Stunden durften sich die erschöpften Athleten an der Mündung der Ötztaler Arche in den Inn bei sommerlichen 22 Grad in der Area 47 feiern lassen.

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Bildergalerie: Peak to Creek 2013 - Die Fotos
Foto: zoom.at/Leo Rosas/Ulrich Grill