Olympia aktuell

Olympia-Aus für Irina Mikitenko

Rückenprobleme zwingen die Marathon-Hoffnung zur Absage; somit starten nur noch fünf Läufer für Deutschland.

Irina Mikitenko muss auf ihren geplanten Start bei den Olympischen Spielen verzichten. Ein Rückenproblem stoppt die Marathonläuferin des TV Wattenscheid, die in Topform in Peking durchaus für eine Überraschung hätte sorgen können.

Irina Mikitenko hatte sich schon beim Berlin-Marathon 2007 für Olympia qualifiziert.

Bild: photorun.net

Mit ihrem Sieg beim London-Marathon im April gegen hochkarätige Konkurrenz hatte sie sich in der Weltelite etabliert. Doch nun muss Irina Mikitenko auf den olympischen Klassiker verzichten. Bereits seit mehreren Wochen behinderten die 35-Jährige Rückenprobleme beim Training. So konnte sie keine schnellen Ausdauerläufe absolvieren, die in der Vorbereitung auf den Marathon eine entscheidende Rolle spielen. Am Ende lief Irina Mikitenko die Zeit davon. Sie hatte keine Chance mehr, rechtzeitig für Olympia in Form zu kommen.

Maximal 36 Startplätze hat jede Nation über die Mittel- und Langstrecken sowie die Hindernisläufe bei den Olympischen Spielen. Dass die deutschen Leichtathleten in Peking mit nun nur noch fünf Läufern vertreten sein werden, spiegelt einmal mehr die Lauf-Misere beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) wider. Es gibt zwar ein paar positive Entwicklungen, doch bis zum Anschluss an die internationale Spitze ist es noch immer ein weiter Weg. Dies gilt besonders für die Männer des DLV: Einzig der Berliner 1.500-m-Läufer Carsten Schlangen (LG Nord) schaffte die Olympia-Qualifikation. Wenn er das Halbfinale erreicht, wäre das schon ein Erfolg bei seiner ersten großen Meisterschaft im Sommer. Bei den Frauen sieht es etwas besser aus. Hier könnten die 3.000-m-Hindernisläuferin Antje Möldner (SC Potsdam) und vielleicht auch Sabrina Mockenhaupt (Köln-Marathon) über 10.000 m für eine gute Platzierung sorgen.

Währenddessen haben die Äthiopier ihr Olympia-Team nominiert. Dabei lassen die Afrikaner offen, ob ihre beiden Superstars Kenenisa Bekele und Tirunesh Dibaba jeweils neben den 10.000 m auch über 5.000 m starten werden. Beide sind über die kürzere Distanz als Ersatzläufer nominiert und könnten somit vielleicht zwei Goldmedaillen gewinnen.

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