Aus dem Nichts

Newcomerin Caster Semenya gewinnt 800 m

Caster Semenya aus Südafrika wurde am Mittwochabend überlegen Weltmeisterin in Jahresweltbestzeit von 1:55,45 Minuten.

Im vergangenen Jahr war es Pamela Jelimo (Kenia), die praktisch aus dem Nichts auftauchte und dann die 800-m-Strecke dominierte. Die Olympiasiegerin und Afrika-Rekordlerin hatte in Berlin im Halbfinale aufgegeben, als sie keine Chance mehr hatte, den Endlauf zu erreichen. Ihre Nachfolgerin ist die nächste afrikanische Newcomerin über die 800-m-Strecke: Caster Semenya (Südafrika) ist erst 18 Jahre alt und wurde am Mittwochabend in Berlin überlegen Weltmeisterin in einer Jahresweltbestzeit von 1:55,45 Minuten. Sie hatte in dieser Saison überraschend auch schon bei den Afrikameisterschaften sowohl über 800 als auch über 1.500 m gewonnen.

Gegen den langen Endspurt der Südafrikanerin hatte auch die Titelverteidigerin Janeth Jepkosgei (Kenia) keine Chance. „Ich wollte unbedingt Gold gewinnen, aber es ging nicht. Wenigstens komme ich nicht ohne Medaille nach Hause“, sagte Janeth Jepkosgei, die nach 1:57,90 Minuten im Ziel war. Sie war zuvor erst nach einem Protest des kenianischen Teams ins Halbfinale gekommen. Nachdem sie im Vorlauf zu Fall gekommen war, schien sie zunächst ausgeschieden zu sein, wurde dann aber aufgrund einer Behinderung doch noch in das Halbfinale gesetzt. Bronze im Finale sicherte sich überraschend die am Ende stark aufkommende Britin Jennifer Meadows. Sie hatte auf den letzten Metern noch die viertplatzierte Ukrainerin Yuliya Krevsun abgefangen und stürmte in 1:57,93 ins Ziel. Noch ein Meter mehr und sie hätte wahrscheinlich sogar Silber gewonnen. „Ich kann es gar nicht glauben, dass ich hier meine erste große Medaille gewonnen habe“, sagte die 28-jährige Britin.

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