Nagoya-Marathon Japan 2015

Neun Läuferinnen unter 2:30 Stunden im Ziel

Eunice Kirwa siegte souverän in 2:22:08 Stunden auf einer neuen Strecke in Nagoya. Neun Läuferinnen finishten unter 2:30 Stunden.

Eunice Kirwa

Eunice Kirwa gewann mit Streckenrekord in Nagoya.

Bild: photorun.net

Die Serie von Marathon-Weltklassezeiten bei den Frauen hat sich am Sonntag in Nagoya fortgesetzt. Nachdem es in diesem Jahr bereits in Xiamen (China) durch die Äthiopierin Mare Dibaba ein Ergebnis unter 2:20 Stunden (2:19:52) gegeben hatte und dann in Dubai die Rekordzahl von zwölf Läuferinnen unter 2:25 liefen, gewann in Japan nun Eunice Kirwa mit 2:22:08 Stunden. Die zweitplatzierte Russin Mariya Konovalova erreichte 2:22:27 und brach damit den Master-Weltrekord von Irina Mikitenko.

Kirwa siegt beim Nagoya-Marathon

Die aus Kenia stammende und seit Ende 2013 für Bahrain startende Eunice Kirwa setzte sich gut zehn Kilometer vor dem Ziel von Konovalova und der am Ende drittplatzierten Japanerin Sairi Maeda (2:22:48) ab. Die 30-jährige Kirwa, die eine Marathon-Bestzeit von 2:21:41 vorweisen kann und im vergangenen Jahr bei den Asienspielen die Goldmedaille im Marathon gewonnen hatte, stellte in Nagoya auch einen Streckenrekord auf. Die alte Bestmarke, die allerdings auf einem anderen Kurs gelaufen worden war, hielt Japans Marathon-Superstar Naoko Takahashi. Die Marathon-Olympiasiegerin von Sydney 2000 war vor 15 Jahren in Nagoya 2:22:19 gelaufen. „Ich hatte nicht mit einer derart schnellen Zeit gerechnet“, erklärte Eunice Kirwa gegenüber der Webseite des internationalen Leichtathletik-Verbandes.

Konolova läuft Master-Weltrekord beim Nagoya-Marathon


Nicht unerwartet wurde Mariya Konovalova zur neuen Master-Weltrekordlerin (Altersklasse ab 40 Jahre). Die 40-jährige Russin erzielte mit 2:22:27 sogar eine persönliche Bestzeit und war damit rund zweieinhalb Minuten schneller als Irina Mikitenko. Die deutsche Marathon-Rekordlerin (2:19:19) hatte 2013 in Berlin als 41-Jährige 2:24:54 erreicht. Konovalova wollte bereits im vergangenen Oktober in Frankfurt den Master-Weltrekord angreifen, musste dann jedoch verletzungsbedingt passen.

Hinter der drittplatzierten Sairi Maeda, die nun als neue japanische Marathon-Hoffnung für das WM-Rennen im Sommer in Peking gilt, belegten ihre Landsfrauen Mai Ito (2:24:42) und Risa Takenaka (2:28:09) die nächsten Plätze. Gleich neun Läuferinnen erreichten Zeiten unter 2:30 Stunden.

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