Neu Delhi-Halbmarathon 2013

Neuer Streckenrekord in Neu Delhi

Atsedu Tsegay und Florence Kiplagat heißen die Sieger des Halbmarathons in Neu Delhi. Bei den Männern fiel der Streckenrekord.

Halbmarathon Neu Delhi 2013 Nachbericht Artikel

Atsedu Tsegay gewinnt den Neu Delhi-Halbmarathon in neuer Streckenrekordzeit.

Bild: Airtel New Delhi Half Marathon

Der junge Äthiopier Atsedu Tsegay und die erfahrene Kenianerin Florence Kiplagat haben den hochklassig besetzten Neu Delhi-Halbmarathon gewonnen. Während der 21-jährige Tsegay mit 59:12 Minuten einen Streckenrekord aufstellte, blieb die Frauen-Siegzeit bei kühlen Wetterbedingungen mit 68:00 etwas unter den Erwartungen.

Relativ frühzeitig im Rennen, deutlich vor der 10-km-Marke, hatte sich im Männerrennen eine fünfköpfige Spitzengruppe abgesetzt. Neben Atsedu Tsegay liefen hier die Kenianer Geoffrey Kipsang, der mit 58:54 die Jahresweltbestenliste anführt, Wilson Kiprop, Kenneth Kipkemboi und Nicholas Kipkemboi. Bereits zurückgefallen war der Vorjahressieger Edwin Kipyego, der am Ende Achter wurde. Auf den letzten drei Kilometern lief Atsedu Tsegay, der mit einer Bestzeit von 58:47 der schnellste gemeldete Läufer war, dann noch einen deutlichen Vorsprung heraus. Mit 59:12 unterbot er den bisherigen Streckenrekord um drei Sekunden und erzielte die fünftschnellste Zeit des Jahres. Die alte Bestzeit hatte Deriba Merga (Äthiopien) 2008 aufgestellt.

„Ich freue mich über diesen Sieg, denn ich konnte aufgrund einer Knöchelverletzung fast ein Jahr lang keine Rennen laufen. Dies war erst mein zweiter Start nach der Verletzung“, erklärte der Sieger. Hinter Atsedu Tsegay, der sich jetzt auf sein Marathon-Debüt vorbereitet, blieben mit Kipsang (59:30), Kiprop (59:49) und Kipkemoi (59:55) noch drei weitere Läufer unter der Stunden-Marke. Fünfter wurde Kipkemboi mit 60:24. Geoffrey Kipsang war trotz des Todes seines zwei Tage zuvor verstorbenen jüngeren Bruders Elias an den Start gegangen.

Nicht so schnell wie erhofft war das Rennen der Frauen, was mit einem zu langsamen Anfangstempo zusammenhing. Dafür war dieses jedoch spannender als jenes der Männer.

Rund sechs Kilometer vor dem Ziel lagen die aktuelle Berlin-Marathon-Siegerin Florence Kiplagat, die 10.000-m-WM-Zweite Gladys Cherono und Lucy Kabuu (alle Kenia), die mit einer Zeit von 66:09 die schnellste in diesem Jahr ist, gemeinsam mit der äthiopischen Halbmarathon-Weltmeisterin Meseret Hailu an der Spitze.

Nur zweieinhalb Monate nach ihrem Berlin-Triumph zeigte Florence Kiplagat dann schon wieder starke Form. Sie forcierte das Rennen und hatte bei Kilometer 18 bereits einen Vorsprung von rund 100 Metern. Doch am Ende wurde es noch einmal knapp, denn Gladys Cherono kam immer dichter heran.

Schließlich gewann Kiplagat in guten 68:00 mit drei Sekunden vor Cherono. Lucy Kabuu folgte sieben Sekunden später in 68:10. Vierte wurde Meseret Hailu mit 69:05. Auch Wude Ayalew (Äthiopien/69:21) und Emily Chebet (Kenia/69:22) blieben auf den Plätzen fünf und sechs noch klar unter 70 Minuten.