Schluchsee-Umrundung

Natur pur und gute Stimmung

Der 23. Schluchseelauf verzeichnete bei Sonnenschein und blauem Himmel einen Teilnehmerrekord.

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Kurz nach dem Start des Schluchseelaufs geht es zunächst 2 km bergauf. Da hilft es den Läufern, wenn sie bejubelt werden.

Bild: Irina Strohecker

Die 23. Auflage des Schluchseelaufs am Sonntag, den 6. Mai, war so gut besucht wie nie zuvor. Bei Sonnenschein und blauem Himmel meldeten sich zahlreiche Kurzentschlossene noch knapp vor Startschuss an. Insgesamt nahmen rund 4300 Aktive an allen Veranstaltungen teil, bei dem 18,4-km-Lauf um den Schluchsee herum starteten 3280 Läufer.

Das Starterfeld war dieses Mal gut eingeteilt, da der Lauf in mehreren Startblöcken gestartet wurde. Denn gerade die ersten Kilometer, die auf recht engen Wegen bergauf führen, waren in den letzten Jahren immer ein Streitpunkt gewesen. Dieses Jahr hielt sich die gute Stimmung des Läufelfeldes vom Start weg bis ins Ziel.

Als schnellster Mann auf der Schluchseeumrundung lief der Freiburger Ulrich Benz vom LG Brandenkopf nach 1:02:43 ins Ziel. Der 30-Jährige schreibt gerade an seiner Doktorarbeit und trainiert in den Pausen fleißig. Er ist in der Freiburger Laufszene bekannt: 2004 kam er als erster beim Freiburg-Marathon ins Ziel, 2006 wurde er Zweiter.

Als Zweiter beim Schluchseelauf erreichte Vassili Kraus eine Minute nach Benz das Ziel. Dritter wurde Gordon Hintermeister (1:04:08). Der Streckenrekord des Laufs blieb jedoch unangetastet: Diesen hält immernoch mit 59:49 Charly Doll (M50) aus Hinterzarten, der dieses Jahr mit 1:06:10 Siebter wurde und traditionell beim Schluchseelauf mit der Nr. 1 auf die Strecke geht.

Bei den Frauen siegte Birgit Bartels vom SV Kirchzarten in 1:09:21 mit großem Abstand vor Britta Müller (1:14:37). Als Dritte erreichte Sabine Baumann in 1:16:58 das Ziel.

Die Strecke um den Schluchsee empfinden viele Teilnehmer als unverwechselbar, da sie einen fantastischen Ausblick auf den See gewährt. Viele bezeichnen die Schluchseeumrundung als Crosslauf, da die 18,4 km lange Runde in 1000 Meter Höhe fast ausschließlich über Waldwege führt. Baumwurzeln, Kies, Schotter und schmale Wege geben dem Lauf einen ganz eigenen Charakter. Jedes Jahr zieht er Läufer und Naturfreunde von Nah und Fern an. Viele verbinden dieses Laufevent mit einem Urlaub auf dem Bauernhof, was sich im Schwarzwald im schönen Monat Mai geradezu anbietet.