Budweis Halbmarathon

Nachwuchs-Hoffnungen siegten

Die jungen Äthiopier Tamirat Tola und Hurtesa Kedija gewannen die 2. Ausgabe des Budweis Halbmarathons 2013. Insgesamt gingen 2.500 Läufer an den Start.

Budweis Start

Start des Halbmarathon im südtschechischen Budweis mit Top-Läufern.

Bild: Veranstalter

Der 22 Jahre alte Tamirat Tola und die erst 18-jährige Hurtesa Kedija, zwei äthiopische Hoffnungsträger, siegten beim 2. Budweis Halbmarathon in 62:24 min und 71:10 min und krönten ihr Europa-Debüt mit Bestleistungen. Die besten Tschechen waren erwartungsgemäß Jan Kreisinger und Ivana Sekyrová, die allerdings mit Zeiten von 68:57 bzw. 79:13 Minuten nicht an ihre persönlichen Bestzeiten heran kamen.

Der diesjährige Gewinner des prestigeträchtigen Great Ethiopian Runs Tamirat Tola erlief sich schon nach sechs Kilometern einen Vorsprung, verlangsamte dann etwas und wurde von einer Gruppe wieder eingeholt. Hier fehlte bereits der Hauptfavorit Daniel Wanjiru, der wegen Oberschenkelmuskel-Beschwerden langsamer laufen musste.

Tola konnte sich später wieder absetzen, auf den Fersen blieb ihm nur der erfahrene Kenianer Henry Chirchir, der schlussendlich nach 62:07 Minuten als Zweiter finishte. „Er hat mich eingeholt, aber etwa fünfhundert Meter vor dem Ziel konnte ich ihm wieder davongelaufen“, freute sich der Sieger. Dritter wurde der Kenianer Silas Ngetich nach 62:20 Minuten.

22-jähriger Gewinner des Budweis Halbamarathon 2013: Tamirat Tola.

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Bei den Damen führte eine Gruppe aus vier Läuferinnen das Rennen bis zum 20. Kilometer an. „Wir beiden Äthiopierinnen haben uns dann besprochen und sind gemeinsam losgelaufen. Und der Plan ist aufgegangen“, meint Hurtesa Kedija, die auf den letzten einhundert Metern auch ihre Landsfrau Shure Demise überholen konnte. Mit 72:11 und 72:16 Minuten kamen die beiden knapp hintereinander ins Ziel. Dritte wurde die 16-jährige Letekidan Gebreaman aus Eritrea (72:29).

Die Tschechen Kreisinger und Pechek beendeten den Wettkampf als die besten europäischen Läufer auf Platz sechs und sieben. „Wir sind gemeinsam bis zum 13. Kilometer gelaufen, danach haben sich meine geringeren Wintervorbereitungen wegen einer Verletzung ausgewirkt, dennoch habe ich mich aber sehr gut gefühlt“, sagte der besiegte Petr Pechek. „Ich bin dann alleine gelaufen, konnte aber nicht richtig Gas geben, es war zu schwül“, sagt Jan Kreisinger.

Budweis Kedija

Bild: Veranstalter

18 Jahre alt ist die Budweis-Halbmarathon-Siegerin Hurtesa Kedija.

Ähnlich fühlte sich auch Ivana Sekyrová, die in den letzten Wochen ein anstrengendes Programm hatte. „Es ist nicht gut gelaufen. Ich mag es, wenn es warm ist, aber die Schwüle war unangenehm. Ich habe an allen Erfrischungsstationen getrunken, obwohl ich das normalerweise nicht mache. Außerdem hatte ich Angst, mir auf den großen Pflastersteinen den Fuß zu verstauchen, weshalb ich langsamer lief.“ Sie verpasste ihre diesjährige persönliche Bestzeit sogar um 5 Minuten.

2500 Starter sorgten für einen Teilnehmerrekord. In den Staffeln traten Eishockeystars an, angeführt von Filip Novák, dem Weltmeister und zweifachen Sieger der russischen KHL. „Ich habe mich sehr auf die Atmosphäre in dieser Stadt, die ich liebe, gefreut“, sagte er. Im Staffel-Wettkampf der Liga-Eishockeyspieler und Fußballspieler gewannen, genauso wie im Vorjahr, die Sportler vom Eis des HC Mountfield und gewannen ein Fass Bier.

Die Organisatoren spendeten den Startgeld-Erlös des Familienlaufes an die hochwassergeschädigte Gemeinde Putim in der Nähe. In einer Schweigeminute vor dem Start des Hauptrennens wurden auch der Opfer der diesjährigen Überschwemmungen gedacht.