St. Peter Ording Halbmarathon

Mulmiges Gefühl trotz guter Stimmung

Deiche hoch und runter, durch Fichtenwälder, über Schotterwege und lockeren Sand - Leserin Nele Dahms berichtet.

St .Peter Ording Halbmarathon

Vor dem Startschuss in St. Peter Ording.

Bild: Nele Dahms

Jetzt nur noch den Deich hoch, dann haben wir´s endlich geschafft. Vor uns liegt der große breite und vor allem gut besuchte Strand von St. Peter-Ording. Langsam macht sich die Aufregung bei uns im Auto bemerkbar. Nur noch einen Parkplatz möglichst nahe am Start erhaschen, damit wir nicht so weit laufen müssen. Schließlich haben wir noch gute 21km vor uns, da muss man sich alle Kräfte aufsparen. Die Sonne scheint, der Wind weht, jetzt sind wir endlich da. Um das weiße Zelt am Strandrand sehen wir bereits sehr viele Läufer und Zuschauer. Genau da müssen wir jetzt auch schleunigst hin. Wir sind mal wieder auf „den letzten Drücker“. Schließlich sind wir nicht gekommen, um uns in die „Fankurve“ zu stellen. Bei der Startnummernvergabe händigt uns eine nette Dame jeweils eine Plastiktüte mit der Startnummer, dem Laufchip, einer Essensmarke für Pizza oder Pasta und einer tollen „Gegen den Wind“- Kulturtasche aus.


Im letzten Jahr war hier nicht ganz so viel los. Das super Wetter bringt auch interessierte Strandbesucher dazu, das „Läuferdorf“ zu besuchen, um an der tollen Atmosphäre der nervösen, aber gut gelaunten Läufer/innen teilzunehmen oder um sich an dem Pizza- und Pastastand den Hunger zu vertreiben.

90 Minuten noch, dann ist der Start des Halbmarathons. Nachdem wir uns für ein sommerliches Outfit entschieden und alle Vorkehrungen für den Lauf getroffen haben, geht’s los zum Startbereich. Ich erinnere mich nicht, dass der Wind im letzten Jahr auch so stark war. Schon beim Warmlaufen auf den Holzstegen wird deutlich, dass es kein leichter Lauf werden wird. Langsam füllt sich der Startbereich mit den, vor uns startenden, 7 Km-Läufern. Um 13h fällt der Startschuss und die bestens aufgelegten Strandbesucher feuern die Läufer/innen lauthals an, damit Sie, von der guten Stimmung angesteckt, schnell wieder das Ziel erreichen. Nun geht es auch für uns an den Start. „Mit dem Wetter und den Zuschauern auf unserer Seite kann gar nichts schief gehen“, mache ich mir Mut.

Etwas mulmig wird einem schon, wenn man an die anstrengenden 21km denkt, die vor einem liegen. Doch der Startschuss fällt und die Menge setzte sich in Bewegung. Es bleibt keine Zeit für Zweifel, jetzt geht’s los !

Nach der ersten Runde haben sich die Lauftrauben bereits aufgelöst, sodass die durchaus schmalen Wege ausreichend Platz bieten. Wir laufen 3x eine 7 km-Runde. Es geht die Deiche hoch und runter, durch gut riechende Fichtenwaldstücke, über Schotterwege und letzten Endes, bevor man die Runde absolviert, über den lockeren Sandstrand. Nach der ersten Runde, die wir bewusst langsam angegangen sind, sieht alles gut aus. Auch unsere Mitstreiter machen noch eine blendende Figur.

Die Streckenposten haben sich zahlreich an den Abzweigungen positioniert, um den Weg zu weisen und um jedem eine nette Aufmunterung zuzurufen. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass man doch versucht eine besser Figur zu machen, wenn Zuschauer aufmuntern. So lief es sich an einigen Stellen wesentlich leichter. Vielen Dank für die mentale Stärkung!



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Die Sehnsucht nach dem Ziel