IAAF Finale in Griechenland

Mrs. World Athletics Final ist Meseret Defar

Nach dem 5.000-m-Sieg am Sonnabend entschied die Äthiopierin Meseret am Sonntag auch die 3.000 m für sich.

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Meseret Defar

Bild: Jörg Wenig / photorun.net

Meseret Defar schaffte am zweiten Tag des World Athletics Finals (WAF) in Thessaloniki einen zweiten Sieg. Nachdem die Äthiopierin am Sonnabend die 5.000 m gewonnen hatte, entschied sie am Sonntag auch die 3.000 m für sich. Es war der einzige Doppelsieg der Veranstaltung in Griechenland. Die Äthiopierin wurde bei der letzten Auflage dieses Wettbewerbs zu einer Art ,Mrs. World Athletics Final’, denn für sie waren es bereits die Siege Nummer acht und neun beim WAF.

Gemeinsam mit ihrer kenianischen Konkurrentin Vivian Cheruiyot sorgte Meseret Defar für ein hohes Tempo im 3.000-m-Rennen. Als dritte Läuferin rannte auch Wude Ayalew (Äthiopien) fast bis zum Ende an der Spitze des Feldes. Den spannenden Kampf um den Sieg zwischen Defar und Cheruiyot entschied die Äthiopierin erst auf der Zielgeraden für sich. Ihrem starken Endspurt konnte die Kenianerin nichts mehr entgegensetzen.

Meseret Defar erreichte das Ziel in einer Jahresweltbestzeit von 8:30,15 Minuten. Vivian Cheruiyot folgte in 8:30,61 vor Wude Ayalew, die mit 8:30,93 sogar eine persönliche Bestzeit erreichte.

Die knappste Entscheidung der zweitägigen Wettkämpfe in Thessaloniki sahen die Zuschauer im jeweils mit 26.000 Zuschauern ausverkauften Stadion nicht in einem Sprintwettbewerb sondern im längsten Rennen des Wettkampfprogramms: Über 5.000 m der Männer trennte die ersten drei Läufer lediglich eine Hundertstelsekunde. Dazu kam es, weil das Rennen über weite Strecken extrem langsam war. Dadurch gab es am Ende eine spannende Sprintentscheidung, die einem 100 m Rennen glich. Zu früh freute sich dabei Edwin Soi (Kenia), der im vergangenen Jahr über diese Distanz beim WAF gewonnen hatte. Er zog auf der Zielgeraden zunächst an den beiden führenden Micah Kogo (Kenia) und Imane Merga (Äthiopien) vorbei, doch dann jubelte er etwas zu früh. Der Äthiopier war es schließlich, der in 13:29,75 Minuten gewann. Für die zeitgleichen Kogo und Soi (jeweils 13:29,76) blieben nur die Ränge zwei und drei. „Ich habe einen großen Fehler gemacht“, erklärte Edwin Soi, während Imane Merga nur sagte. „Was für ein Rennen!“

Einen kenianischen Zweikampf sahen die Zuschauer im 3.000 m Hindernisrennen der Männer. Immer wieder versuchte dabei der Franzose Bob Tahri in das Geschehen einzugreifen. Doch Ezekiel Kemboi und Paul Koech waren zu stark für den Europarekordler. Während Tahri in 8:09,14 Minuten Dritter wurde, entschied der Weltmeister Ezekiel Kemboi auch dieses Rennen für sich. Er siegte in 8:04,38 Minuten vor Paul Koech (8:05,47). „Ich hatte einen schnellen Lauf geplant“, sagte Kemboi, der ankündigte: „Im kommenden Jahre versuche ich mich eventuell über 10 km und im Jahr darauf im Marathon.“