Virtuell den Berg bezwingen

Mount-Everest-Treppenmarathon 2012

Das Äquivalent des höchsten Bergs der Welt erklommen die Teilnehmer des Mount-Everest-Treppenmarathons 2012 im sächsischen Radebeul. Die Schnellsten waren dabei Sepp Schreiber und Katrin Grieger.

Mount-Everest-Treppenmarathon

24 Stunden Zeit für den Auf- und Abstieg hatten die Läufer des Mount-Everest-Treppenmarathons.

Bild: Michael Reichetzeder

Eng zu ging es auf der Spitzhaustreppe in Radebeul, die an zwei Tagen im April alljährlich zum Mekka des Ultra-Treppenlaufs wird. 24 Stunden haben die Teilnehmer des „Alleingangs“ Zeit, um in 100 Runden die 39.700 Stufen sowohl hinauf als auch hinunter zu bewältigen. Mit den dadurch gesammelten 8848 Höhenmetern besteigen sie virtuell den Mount Everest. Durch die Wendestrecken an beiden Enden der Treppe legen sie eine Gesamtdistanz von 84,39 km zurück, was einem Doppelmarathon entspricht.

In seinem 8. Jahr hat der Mount-Everest-Treppenmarathon längst Kultstatus erreicht. Bei günstigen Wetterbedingungen - tagsüber nicht zu heiß, in der Nacht nicht zu kalt - fielen alle Rekorde beim Mount-Everest-Treppenmarathon 2012. Die Zeit des Schweizers Kurt Hess aus dem Jahr 2007 wurde in einem spannenden Herrenrennen zweimal unterboten. Aus dem anfänglichen Dreikampf an der Spitze musste Lokalmatador Ulf Kühne in der Nacht zurückstecken; Sepp Schreiber

Mount-Everest-Treppenmarathon

Bild: Michael Reichetzeder

Mehr Läufer als je zuvor trugen sich am Gipfelkreuz ein.

aus der Schweiz und Andreas Allwang aus München jagten einander bis zur letzten Runde. Das Ergebnis war mit 13:47:32 Stunden eine durch den Schweizer um über eine Stunde verbesserte neue Bestzeit – knapp 8 Minuten schneller als sein Konkurrent, der dafür elf Bonusrunden nachlegte.

Die 17:39:55 Stunden von Damensiegerin Katrin Grieger bedeuteten ebenfalls Rekord. Sie löste die mehrfache Siegerin Ulrike Baars aus Dresden ab, die nach gesundheitlichen Problemen im Vorfeld auf dem zweiten Platz landete. Am Gipfelkreuz eingetragen haben sich mehr Läufer als je zuvor, 28 Herren und 9 Frauen.

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