New York City

Mocki Vierte beim New York-Halbmarathon

Beim New York-Halbmarathon 2013 siegten der Kenianer Wilson Kipsang in 61:02 Minuten und seine Landsfrau Caroline Rotich (69:09). Sabrina Mockenhaupt überzeugte als Vierte.

Sabrina Mockenhaupt NYC Halbmarathon

Sabrina Mockenhaupt läuft durch den eiskalten Central Park.

Bild: photorun.net

Die Kenianer Wilson Kipsang und Caroline Rotich sind die Sieger des New York-Halbmarathons. Ein starkes Rennen zeigte Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg), die bei eiskalter Witterung als Vierte ins Ziel lief. Damit bestätigte sie rund vier Wochen vor dem Boston-Marathon ihren Aufwärtstrend. Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt verhinderten am Sonntagmorgen Weltklassezeiten. Wilson Kipsang erreichte 61:02 Minuten während Caroline Rotich 69:09 lief. Sabrina Mockenhaupt hatte nur 33 Sekunden Rückstand und rannte die drittbeste Halbmarathon-Zeit ihrer Karriere.

Der London-Marathon-Sieger Wilson Kipsang, der am 21. April in der britischen Metropole seinen Titel verteidigen will, dominierte das Rennen in der Schlussphase. Nachdem die Spitzengruppe den 15-km-Punkt in 43:53 Minuten passiert hatte, setzte sich Wilson Kipsang ab. Zunächst versuchte der US-Amerikaner Dathan Ritzenhein, dem Favoriten zu folgen, doch er konnte nicht mehr aufschließen. Schließlich musste er im Kampf um Platz zwei noch Daniele Meucci vorbeiziehen lassen. Während Kipsang in 61:02 gewann, folgte der Italiener mit 61:06 vor Ritzenhein (61:10). „Wenn es wärmer gewesen wäre, wären wir schneller gelaufen. In der Kälte fühlte sich keiner wohl“, sagte Wilson Kipsang. Sein Halbmarathon-Debüt lief im Alter von 38 Jahren Bernard Lagat (USA). Der gebürtige Kenianer musste sich dabei mit Rang zwölf in 62:33 Minuten zufrieden geben. „Ich habe gefroren, aber es hat Spaß gemacht“, sagte der frühere 1.500- und 5.000-m-Weltmeister.

Einen spannenden Dreikampf entschied im Rennen der Frauen Caroline Rotich für sich. Die Kenianerin hatte im Mittelteil des Halbmarathons bereits rund 100 Meter Vorsprung, doch plötzlich schlossen Diana Nukuri-Johnson (Burundi) und Lisa Stubic (Kroatien) zu ihr auf. Caroline Rotich ließ sich jedoch nicht abschütteln und setzte sich dann kurz vor dem Ziel erneut ab. In 69:09 Minuten gewann sie mit nur drei Sekunden Vorsprung vor Diana Nukuri-Johnson (Burundi). Dritte wurde Lisa Stubic (Kroatien) mit 69:18. Sowohl die Läuferin aus Burundi als auch die Kroatin liefen in New York nationale Rekorde.

Wilson Kipsang gewann in New York.

Bild: photorun.net

Sabrina Mockenhaupt rannte die zweite Hälfte des Rennens schneller als die erste und überholte in dieser Phase mehrere Konkurrentinnen, darunter auch die eigentliche Topfavoritin Kim Smith. Die Neuseeländerin hatte sich zunächst an die Spitze gesetzt und für hohes Tempo gesorgt, doch nach der 10-km-Marke gab sie das Rennen auf. „Ich bin defensiv angegangen, da die erste Hälfte im Central Park sehr hügelig ist. Ich hatte sogar einen Kilometerabschnitt mit 4:01 Minuten dabei, als es einen Hügel hoch ging“, sagte Sabrina Mockenhaupt, die die 10-km-Marke nach 33:21 erreicht hatte und dann im flachen Teil sofort schneller wurde (15 km: 49:39).

Als Vierte lief Sabrina Mockenhaupt mit 69:42 Minuten so schnell wie seit vier Jahren nicht mehr und konnte am Ende die Ukrainerin Lyudmila Kovalenko (69:43) knapp hinter sich lassen. Nur zweimal war sie in ihrer Karriere bisher schneller: In Berlin stellte sie 2009 ihre Bestzeit von 68:45 Minuten auf, nachdem sie im Jahr zuvor in Köln 68:51 gelaufen war. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Es war so kalt, dass ich lange Zeit während des Laufes weder meine Füße noch meine Finger spüren konnte“, sagte Sabrina Mockenhaupt. Für die 32-Jährige war dieser New York-Halbmarathon ein gelungenes Testrennen für den Boston-Marathon am 15. April. „Ich bin im Plan und freue mich auf mein nächstes Rennen in den USA!“