Europameisterschaft

Mockenhaupt EM-Fünfte über 10.000 m

Dulce Felix gewinnt souverän den EM-Titel über 10.000 m. Sabrina Mockenhaupts fünfter Platz gibt Hoffnung auf Olympia.

Sabrina Mockenhaupt

Sabrina Mockenhaupt lief bei der EM auf Rang fünf.

Bild: photorun.net

Am Schlusstag der Europameisterschaften in Helsinki lief die Portugiesin Dulce Felix in 31:44,75 Minuten souverän zur Goldmedaille über 10.000 m, während sich die Hoffnungen von Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) auf eine Platzierung auf dem Podest nicht erfüllten. Die Deutsche Meisterin wurde in diesem Finale Fünfte.

Lange Zeit lief Sabrina Mockenhaupt in einer siebenköpfigen Führungsgruppe taktisch gut. Sie rannte stets auf der Innenbahn und lag auf Rang vier, was Kräfte sparte. Doch als die Läuferinnen vor ihr zweimal entscheidend das Tempo verschärften, konnte Sabrina Mockenhaupt nicht mithalten. Zunächst hatte sich Dulce Felix nach 7 km aus der Spitzengruppe gelöst. Die Portugiesin lief fortan einem sicheren Sieg entgegen. Etwa an der 8-km-Marke waren es dann die Ukrainerin Olha Skrypak und die Britin Jo Pavey, die sich aus der Verfolgergruppe absetzen konnten und sich somit die Plätze zwei und drei sicherten. Im Schlussspurt konnte Pavey dann die Ukrainerin überholen. Mit 31:49,03 wurde die Britin Zweite vor Skrypak (31:51,32). Auch die am Ende viertplatzierte Crosslauf-Europameisterin Fionnuala Britton (Irland/32:05,54) musste Sabrina Mockenhaupt noch ziehen lassen. Schließlich kam sie nach 32:16,55 Minuten als Fünfte vor Charlotte Purdue (Großbritannien/32:28,46) ins Ziel.

Immerhin hat sich Sabrina Mockenhaupt bei der EM über 10.000 m mit einer vorderen Platzierung zurückgemeldet, nachdem sie die Prioritäten im Olympiajahr vom Marathon zurück auf die Bahn-Langstrecke gelegt hatte. Bei Olympia in London dürfte eine Platzierung zwischen Rang zwölf und 15 möglich sein für Sabrina Mockenhaupt. Vor vier Jahren hatte sie bei den Spielen in Peking Platz 13 belegt.

Bereits am Sonnabend hatte das 10.000-m-Finale der Männer stattgefunden. Hier setzte sich Polat Kemboi Arikan (Türkei) mit 28:22,27 Minuten durch. Der 21-Jährige, der bereits über 5.000 m Bronze gewonnen hatte, stammt aus Kenia. Zweiter wurde der Italiener Daniele Meucci in 28:22,73 vor Yevgeniy Rybakov (Russland/28:22,95).

Im 5.000-m-Finale der Frauen hatte sich zuvor Olga Golovkina (Russland) mit 15:11,70 Minuten den EM-Titel gesichert. Silber gewann Lyudmyla Kovalenko (Ukraine/15:12,03) vor Sara Moreira (Portugal/15:12,05). Rang vier belegte Julia Bleasdale (Großbritannien) mit 15:12,77. Die einzige deutsche Läuferin im Feld, Maren Kock (LG Telis Finanz Regensburg), kam als 17. in 15:52,74 mit deutlichem Rückstand ins Ziel.

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