Olympische Spiele

Mo Farah gewinnt zweite Goldmedaille

Mo Farah hat olympische Lauf-Geschichte geschrieben: Nach dem 10.000-m-Sieg gewann der Brite auch das 5.000-m-Rennen.

Mo Farah gewinnt 5.000 m

Mo Farah gewinnt das 5000-m-Rennen in London.

Bild: photorun.net

Mo Farah steht in einer Reihe mit den größten Läufern der olympischen Geschichte: Der Brite gewann bei den Spielen in London beide Langstreckenrennen. Nach dem 10.000-m-Sieg fügte er eine Woche später die Goldmedaille über 5.000 m hinzu. In einem packenden Lauf, in dem eingangs der Zielgeraden noch sechs Läufer im Rennen um olympisches Gold waren, gewann Mo Farah in 13:41,66 Minuten vor Dejen Gebremeskel (Äthiopien/13:41,98) und Thomas Longosiwa (Kenia/13:42,36).

Sechs Läufer hatten vor Mo Farah bei Olympischen Spielen beide Langstrecken gewonnen: Dem Finnen Lasse Viren gelang dies sogar zweimal, 1972 und 1976. Die anderen waren Hannes Kolehmainen (Finnland/1912), Emil Zatopek (Tschechoslowakei), der 1952 auch noch den Marathon gewann, Vladimir Kuts (Russland/1956), Miruts Yifter (1980) und Kenenisa Bekele (beide Äthiopien/2008). Mo Farah ist jetzt der siebente Läufer, dem dieser prestigeträchtige Doppelsieg gelang. Er ist der erste, der dies auf heimischem Boden schaffte.

„Das ist unglaublich. Du träumst vielleicht davon, einmal Olympiasieger zu werden – aber zweimal? Wer hätte das gedacht“, sagte Mo Farah, der der erste nicht-afrikanische Olympiasieger über 5.000 m seit 20 Jahren ist. Damals, 1992 in Barcelona, hatte Dieter Baumann dieses Rennen gewonnen. „Diese beiden Medaillen sind für meine beiden Mädchen, die noch nicht geboren sind“, erklärte Mo Farah, dessen Frau hochschwanger zusammen mit der Tochter das Rennen im Stadion beobachteten. Nach einem sehr langsamen Beginn mit einer 2000-m-Zwischenzeit von 5:56,70 Minuten wurde das Rennen in der zweiten Hälfte immer schneller. Rund 700 Meter vor dem Ziel ging Mo Farah an die Spitze. Als er in Führung liegend in die letzte Runde ging, schien das Stadion zu explodieren. In 52,94 Sekunden sprintete der 29-Jährige die letzten 400 m. Keiner konnte ihn mehr überholen.

Auch im 800-m-Finale der Frauen gab es in London einen europäischen Sieg: Die Russin Mariya Savinova siegte in 1:56,19 Minuten vor der Südafrikanerin Caster Semenya (1:57,23) und ihrer Landsfrau Ekaterina Poistogova (1:57,53). Rund 250 Meter vor dem Ziel hatte sich die Titelverteidigerin Pamela Jelimo (Kenia) an die Spitze des Feldes gesetzt und das Tempo verschärft. Doch die amtierende Weltmeisteirn, Mariya Savinova, konterte und Pamela Jelimo hatte sich offenbar verschätzt. Die Kenianerin konnte dem Angriff der Russin nichts entgegensetzen und ließ auf der Zielgeraden auch noch die anderen beiden Läuferinnen vorbeiziehen. Am Ende wurde Pamela Jelimo Vierte in 1:57,59.

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