Halbmarathon-Debüt

Mo Farah gewinnt Halbmarathon in New York

Mo Farah lief beim New Yorker Halbmarathon sein Debüt und setzte sich dabei an die Spitze der europäischen Jahresbestenliste.

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Mo Farah lief in New York ein glänzendes Halbmarathon-Debüt und gewann knapp vor Gebre Gebremariam.

Bild: www.photorun.net

Mo Farah lief am 20. März 2011 in New York ein glänzendes Halbmarathon-Debüt und setzte sich mit einer Siegzeit von 60:23 Minuten an die Spitze der europäischen Jahresbestenliste. Der britische Doppel-Europameister von 2010, der in Barcelona im vergangenen Jahr sowohl über 5.000 m als auch über 10.000 m EM-Gold gewonnen hatte, brach auf Anhieb den 25 Jahre alten britischen Rekord. Der frühere walisische Marathon-Weltrekordler Steve Jones war 1986 beim Great North Run in Newcastle 60:59 Minuten gelaufen. Nach diesem Debüt dürfte Mo Farah zukünftig auch in der Lage sein, den Halbmarathon-Europarekord des Spaniers Fabian Roncero anzugreifen, der 2001 in Berlin 59:52 erreicht hatte.

„Ich bin in der besten Form meines Lebens. Zuletzt habe ich deutlich mehr Umfänge trainiert als zuvor“, erklärte der 27-jährige Mo Farah, der seit kurzem in den USA lebt und sich dort der Trainingsgruppe von Alberto Salazar angeschlossen hat. Mittelfristig dürfte Mo Farah sicherlich auch sein Marathondebüt laufen. Doch mit Blick Richtung WM im Sommer und Olympia 2012 in London hat die 10.000-m-Strecke noch Priorität.

Nach einem verhaltenen Anfangstempo – die 10-km-Marke wurde nach 29:32 Minuten erreicht – wurde das Rennen auf der welligen Strecke durch New York deutlich schneller. Am Ende entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Mo Farah und dem äthiopischen Crosslauf-Weltmeister von 2009, Gebre Gebremariam. Nach einem starken Endspurt hatte Farah dann zwei Sekunden Vorsprung vor dem Äthiopier (60:25). Dritter wurde Mo Farahs neuer Trainingspartner Galen Rupp (USA) mit 60:30.

Einen Kursrekord gab es im Rennen der Frauen. Auch hier fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase. Rund 400 Meter vor dem Ziel konnte sich die Kenianerin Caroline Rotich von ihrer Landsfrau Edna Kiplagat und der US-Amerikanerin Kara Goucher lösen. Rotich gewann in 68:52 Minuten mit acht Sekunden Vorsprung vor Kiplagat. Dritte wurde Kara Goucher (69:03), die sich nach der Geburt ihres Sohnes Ende September in Vorbereitung auf den Boston-Marathon befindet. „Es wäre natürlich schön gewesen, wenn ich gewonnen hätte – aber das Rennen war für mich trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärte Kara Goucher.