Oscar Pistorius

Mit Prothese auf dem Weg nach Olympia

Prothesenläufer Oscar Pistorius darf bei Olympia starten, das entschied der Internationale Sportgerichtshof.

Oscar Pistorius darf ab sofort an allen Veranstaltungen des Internationalen Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, also auch an den Olympischen Spielen, teilnehmen. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof überraschend. Der behinderte Läufer aus Südafrika läuft mit High-Tech-Prothesen Weltklassezeiten über 400 m im Leichtathletik-Stadion.

Oscar Pistorius

Noch fehlen Oscar Pistorius jene 45,96 Sekunden, die für eine Qualifikation für die Olympischen Spiele gefordert sind. Bei 46,56 Sekunden liegt sein persönlicher Rekord, das Erreichen der Olympia-Quali ist also durchaus im Bereich des Möglichen. Doch die Frage steht weiterhin im Raum: Kann man die künstlichen Beine des Oscar Pistorius mit den natürlichen Beinen der Konkurrenz vergleichen?

RUNNER'S WORLD hat sich in der Juni-Ausgabe mit diesem Problem beschäftigt und kommt zum eindeutigen Schluss: Oscar Pistorius hat deutliche Vorteile gegenüber normalen Läufern. Wir dokumentieren den vollständigen Artikel, der auf einer Untersuchung von Gerd-Peter Brüggemann, Professor an der Sporthochschule Köln, beruht, hier.

Der 21-jährige doppelt beinamputierte Athlet sieht das ganz anders. In der Süddeutschen Zeitung sprach er von seiner "Verantwortung, in meinem und im Namen aller anderen behinderten Athleten aufrecht zu bleiben und es nicht zuzulassen, dass eine Organisation unsere Fähigkeiten unterdrückt, an Wettkämpfen teilzunehmen, bloß weil wir Hilfen benutzen, ohne die wir schlicht nicht gehen, geschweige denn laufen können."