Leichtathletik-WM

Milcah Chemos will Gold

In Teil 6 unserer WM-Vorschau stehen der Hindernislauf und die Mittelstrecken der Frauen im Fokus.

26082011_WM_Mittelstrecke_Frauen

Milcah Chemos will erstmals WM-Gold gewinnen.

Bild: photorun.net

Es ist noch nicht lange her, da dominierten die Russinnen den 3.000-m-Hindernislauf. Und bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Berlin triumphierte die Spanierin Marta Dominguez, die jetzt eine Babypause einlegt und in dieser Zeit in Dopingverdacht geriet. Doch mit der europäischen Vormachtstellung über die Hindernisse ist es ohnehin vorbei. Die Medaillenfavoritinnen kommen bei den Titelkämpfen in Daegu aus Afrika. Die Kenianerin Milcah Chemos, vor zwei Jahren bei der WM in Berlin noch Dritte, geht als Favoritin an den Start. Sie führt mit 9:12,89 Minuten die Jahresweltbestenliste an und will in Südkorea vielleicht sogar einen Angriff auf den Weltrekord der Russin Gulnara Galkina (8:58,81) starten.

Sofia Assefa, Birtukan Adamu (beide Äthiopien), Mercy Njorege, Lydia Rotich (beide Kenia) und Habiba Ghribi (Tunesien) haben hinter Milcah Chemos wohl die besten Karten im Medaillenkampf. Die vermeintlich stärkste Europäerin ist die Europameisterin Yuliya Zaripova (Russland). Sollte Gesa Krause (Eintracht Frankfurt) ihre starke Saisonbestleistung von 9:35,97 Minuten bestätigen können, mit der sie in London kurzfristig noch das WM-Ticket gelöst hatte, könnte es für die gerade erst 19-jährige Juniorin mit etwas Glück sogar knapp für das Finale reichen. (Anm. d. Red.: Krause hat inzwischen mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 9:35,83 Minuten den Finaleinzug geschafft.)

Während im 1.500-m-Rennen die Weltmeisterin der Jahre 2007 und 2009, Maryam Jamal (Bahrain), die Jahresweltbestenliste mit 4:00,33 Minuten knapp anführt, sieht es zumindest über 800 m nach einem Erfolg für Europa aus. Hier liefen die Russinen Mariya Savinova (1:56,95 Minuten), Yuliya Rusanova (1:56,99) und Yekaterina Kostetskaya (1:57,19) die bisher schnellsten Zeiten des Jahres. Abzuwarten bleibt, in welcher Form sich die Weltmeisterinnen der vergangenen beiden Titelkämpfe, Caster Semenya (Südafrika/2009) und Janeth Jepkosgei (Kenia/2007), präsentieren. Deutsche Mittelstreckenläuferinnen sind in Daegu nicht am Start.

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