Micah Kogo siegt in Falmouth statt bei der WM

Micah Kogo, weltweit Nr. 6 der 10000-m-Läufer, gewann in Falmouth das hochklassigste Straßenrennen des Wochenendes.

Micah-Falmouth

Micah Kogo in Falmouth.

Micah Kogo hat das hochklassigste Straßenrennen des Wochenendes gewonnen. Der erst 21-jährige Kenianer lief in Falmouth in der Nähe von Boston über sieben Meilen 31:53 Minuten. Nach den rund 11,2 Kilometern hatte Kogo einen klaren Vorsprung von 20 Sekunden auf den Marathon-Olympia-Zweiten Meb Keflezighi (USA/32:13). Schnellste Frau unter 8.900 Läufern war Catherine Ndereba (Kenia) in 36:31 Minuten.

Micah Kogo ist einer der potenziell aussichtsreichen jungen Langstreckenläufer. Im vergangenen Jahr war er als 20-Jähriger bereits der schnellste 10.000-m-Läufer der Welt. In Brüssel rannte er bei dem Golden-League-Meeting 26:35,63 Minuten und wurde damit zum sechstschnellsten Athleten über diese Distanz aller Zeiten. Für die Weltmeisterschaften in Osaka, die am Sonnabend nächster Woche beginnen, hat sich Micah Kogo nicht qualifiziert. Stattdessen plant der Kenianer nun einen weiteren Start in Brüssel, wo er am 14. September wieder über 10.000 m laufen wird.

Nach etwa fünf Meilen hatte sich Micah Kogo in Falmouth von seinem letzten verbliebenen Konkurrenten, Meb Keflezighi, abgesetzt. Den drei Jahre alten Streckenrekord von 31:08 Minuten, den sein Landsmann Gilbert Okari hält, konnte Kogo jedoch nicht gefährden. Dritter wurde Nelson Kiplagat (Kenia) mit 32:21.

Ebenso wie Kogo kurz zuvor, setzte sich auch Catherine Ndereba nach rund acht Kilometern von ihren Konkurrentinnen entscheidend ab. Mit neun Sekunden Vorsprung erreichte sie schließlich vor der zweitplatzierten Wien-Marathon-Siegerin Luminita Talpos (Rumänien/36:40), die in der Woche zuvor das 10-km-Rennen Beach to Beacon gewonnen hatte, das Ziel. Dritte wurde Kate O’Neill (USA) mit 36:52. Beide Sieger erhielten jeweils 10.000 Dollar.