Hallen-Weltmeisterschaften

Meseret Defar jagt WM-Titel Nummer fünf

Sie will, er hofft: Meseret Defar setzt auf den fünften WM-Titel, Arne Gabius möchte das Finale erreichen.

Meseret Defar

Nach Budapest, Moskau, Valencia und Doha soll es auch in Istanbul Gold werden: Meseret Defar.

Bild: photorun.net

Meseret Defar will bei den Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschaften, die am Freitag in Istanbul beginnen, ein Novum erreichen. Die äthiopische Läuferin hat gute Chancen, in der Türkei zum fünften Mal in Folge das 3.000-m-Gold zu gewinnen. Das schaffte vor ihr kein anderer Langstreckler bei diesen Titelkämpfen. Eine andere Läuferin hat allerdings noch mehr Hallen-WM-Siege gesammelt: Die 800-m-Läuferin Maria Mutola (Mozambique) holte zwischen 1993 und 2006 sieben Mal Gold.

Meseret Defar gewann den einzigen Langstrecken-Wettbewerb der Hallen-Weltmeisterschaften erstmals in Budapest 2004. Anschließend verteidigte sie ihren Titel jeweils in Moskau (2006), Valencia (2008) und Doha (2010). Nach Istanbul reist sie nun als derzeit schnellste Läuferin der Saison. Beim Hallen-Meeting in Birmingham war sie im Februar 8:31,56 Minuten gelaufen. Zwei ihrer schärfsten Konkurrentinnen im Kampf um die Goldmedaille hatte sie in Birmingham bereits hinter sich gelassen: Hellen Obiri (Kenia) lief in England 8:35,35 Minuten und Gelete Burka (Äthiopien) wurde in jenem Rennen Dritte mit 8:36,59 Minuten. Kenia hat außerdem Sylvia Kibet am Start, die bei den Freiluft-Weltmeisterschaften 2011 über 5.000 m die Silbermedaille gewonnen hatte.

Während es bei den Frauen mit Meseret Defar eine klare Favoritin gibt, ist das Rennen der Männer völlig offen. Am Start sein wird über 3.000 m sowohl der amtierende 5.000-m-Weltmeister Mo Farah (Großbritannien) als auch der US-amerikanische Titelverteidiger Bernard Lagat, der aus Kenia stammt. Doch sie treffen auf starke afrikanische Konkurrenz. Die beiden Kenianer Augustine Choge und Edwin Soi führen mit jeweils 7:29,94 Minuten die Jahresweltbestenliste an. Ebenfalls am Start sind die Äthiopier Yenew Alamirew, der im vergangenen Jahr in der Hallensaison in die Weltspitze stürmte, und Dejen Gebrmeskel.

Für Arne Gabius (LAV Tübingen) wird es in Istanbul darum gehen, das Finale zu erreichen. Aus den beiden Vorläufen qualifizieren sich voraussichtlich jeweils die ersten Vier direkt für den Endlauf. Eine solche Platzierung zu erreichen, dürfte schwierig werden, obwohl Arne Gabius zurzeit in der besten Form seines Lebens ist und sich auf 7:38,13 Minuten steigern konnte. Doch auch die vier zeitschnellsten Läufer aus beiden Rennen dürfen in der Regel im Finale antreten. Arne Gabius braucht dabei etwas Glück. Er müsste in einem Vorlauf sein, in dem mehrere Läufer auf das Tempo drücken, so dass dieses Rennen schneller ist als der andere Vorlauf.

Die Vorläufe finden in Istanbul jeweils am Freitag statt, die Finalrennen am Sonntag, dem Schlusstag der Titelkämpfe von Istanbul.

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