Brüssel

Mercy Cherono gewinnt Diamond League-Serie

Mercy Cherono gewann beim Leichtathletik-Meeting in Brüssel das 5.000-m-Rennen und damit die Diamond-League-Serie.

Mercy Cherono

Mercy Cherono gewann in Brüssel das 5.000-m-Rennen und
damit die Diamond-League-Serie.

Bild: photorun.net

Die Kenianerin Mercy Cherono hat beim letzten großen Leichtathletik-Meeting der Saison in Brüssel mit einem Sieg über 3.000 m die Diamond League-Serie in ihrer Disziplin gewonnen. In der Meetingkette sammeln jeweils die ersten drei Athleten in den entsprechenden Wettbewerben Punkte, wobei es im Finale die doppelte Anzahl von Zählern gibt. Über die Langstrecke der Frauen hatten vor dem Rennen in Brüssel noch zwei Läuferinnen Chancen auf die Prämie von 40.000 Dollar sowie die Diamanten-Trophäe: Neben Mercy Cherono war dies Genzebe Dibaba (Äthiopien), die Schwester der mehrfachen Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba.

Es war dann Genzebe Dibaba, die in der vergangenen Hallensaison spektakuläre Weltrekorde über 1500 und 3000 m gelaufen war, die ausgangs der letzten Kurve führte. Doch auf der Zielgeraden zog Mercy Cherono in dem taktischen Rennen vorbei und Dibaba konnte nicht mehr kontern. Cherono war nach 8:28,95 Minuten vor der nationalen Rekord laufenden Sifan Hassan (Niederlande/8:29,38) und Dibaba (8:29,41) im Ziel.

Das schnellste 3.000-m-Hindernisrennen des Jahres sahen die Zuschauer in Brüssel am Freitagabend. Der Kenianer Jarius Birech, der bereits vorher als Sieger der Diamond-League-Serie feststand, gewann in 7:58,41 Minuten und blieb zum ersten Mal in seiner Karriere unter acht Minuten. Es war zugleich auch eine Jahresweltbestzeit und die erste in diesem Jahr unter acht Minuten. Der 21-jährige Birech wurde zum zehntschnellsten Läufer aller Zeiten. Der Weltrekord über diese Strecke ist allerdings noch ein gutes Stück entfernt: Der aus Kenia stammende Saif Saaeed Shaheen (Katar) lief ihn in Brüssel vor zehn Jahren mit 7:53,63.

Hinter Jarius Birech belegten Mahiedine Mekhissi Benabbad (Frankreich/8:03,23) und Evan Jager die nächsten Plätze. Der Amerikaner erzielte dabei mit 8:04,71 einen Kontinentalrekord. „Unglaublich, das hätte ich nie erwartet. Über zwei Sekunden schneller als mein bisheriger Rekord“, sagte Jager.

In der Woche zuvor hatten in Zürich – hier fand der erste Teil des zweigeteilten Diamond League-Finales statt – ebenfalls zwei Langstrecken auf dem Programm gestanden: die 5.000 m der Männer und die 3.000 m Hindernis der Frauen.

Caleb Ndiku gewann in der Schweiz die 5.000 m in 13:07,01 Minuten knapp vor dem Äthiopier Muktar Edris (13:07,32) und dem US-Amerikaner Galen Rupp (13:07,82). Ndiku sicherte sich damit auf den letzten Drücker noch den Sieg in der Diamond League-Serie. Der ursprünglich in dieser Wertung klar in Führung liegende Yenew Alamirew wurde lediglich Zwölfter. Dem Äthiopier hätte ein dritter Rang gereicht, um die Diamon League-Trophäe zu gewinnen.

Für den erst 21-jährigen Ndiku war es der dritte große Erfolg in diesem Jahr. Bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Sopot (Polen) hatte er im März über 3.000 m die Goldmedaille gewonnen, und bei den Commonwealth Games in Glasgow hieß der Sieger im August ebenfalls Caleb Ndiku. Der britische Langstrecken-Star Mo Farah ist in diesem Jahr nur einmal in Birmingham bei einem Diamond League-Meeting gestartet.

Das 3.000-m-Hindernisrennen hatte die Tunesierin Habiba Ghribi in 9:15,23 Minuten vor Hiwot Ayalew gewonnen. Die Äthiopierin war als Zweite nach 9:19,29 vor ihrer Landsfrau Sofia Assefa im Ziel und sicherte sich damit den Diamond-Seriensieg.