Laufsport in Europa

Meinung von Dieter Hogen

Dieter Hogen (Trainer von einer Reihe von kenianischen Marathonläufern sowie früher unter anderen von Uta Pippig):
„Die derzeitige Situation ist aus vielen Gründen für niemanden gut - Verbände, Veranstaltungen, Sponsoren, die Athleten selbst. Trotz allem, obwohl es derzeit in Europa nicht viele gute Elite-Langstreckenläufer mehr gibt, ist der Lauf im Spitzenbereich nicht tot und nur weil vor allen afrikanische Athleten derzeit dominieren kann Aufgeben niemals zur Debatte stehen. Neben denen, die es derzeit versuchen gibt es immer wieder neue Talente, sie sind nicht ausgestorben und werden immer da sein, von 800 m bis Marathon. Die derzeitige Elite sollte sich besinnen und oft da trainieren, wo die Besten zurzeit sind, Gruppentraining suchen im eigenen Land, in Europa, in Afrika, weil das eigene kleine Süppchen kochen noch nie funktioniert hat. Die Konkurrenz kennen, sich selbst immer wieder vergleichen, selbst Spaß dabei haben, das schafft neue Motivationen, mehr Begeisterung statt Resignation und nimmt die Angst vor Wettkämpfen.

Genauso wichtig oder im Moment noch mehr ist die Nachwuchsförderung, die immer mit der Talente-Sichtung beginnt. Eltern, Trainer, Betreuer, Veranstalter, aktive und ehemalige Spitzenathleten sind in der Verantwortung, Jugendliche für den Sport zu begeistern, ihnen die Freude am Laufen zu vermitteln, damit fängt es an. Kinder haben keinen Bezug zu den derzeitigen Spitzenzeiten und sollten sich auch nicht damit beschäftigen. Unbefangenheit ist der einzige Weg, damit Talente zum Ziel kommen.“

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Viktor Röthlin: „Europäer haben immer eine Chance“


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