Towerrunning Basel

Marie-Fee Breyer im Interview

Marie-Fee Breyer nach dem Towerrunning Basel 2010 mit Urkunde

Neben anderen Sportarten und Mittelstrecken-Training läuft Marie-Fee Breyer ein bis zwei Mal in der Woche auf der Treppe.

Bild: Sebastian Wurster

Runners World: Basel war jetzt bereits dein fünfter internationaler Sieg im Towerrunning. Wie hast du dein Rennen heute empfunden?
Marie-Fee Breyer:
Vor dem Rennen glaubte ich, ich würde im Treppenhaus sein, meine Beine würden brennen und dachte, ich werde trotzdem hinauf laufen. Und dann war ich tatsächlich auf der Treppe und meine Beine haben gebrannt. Die letzten zehn Stockwerke habe ich mich dann einfach irgendwie hoch gequält.

… und das mit einer wirklich sensationellen Zeit. Du hast also schon wieder ein großes internationales Feld besiegt. Was sind deine Pläne für die verbleibende Saison? Es gibt ja noch einige bedeutende Events, zum Beispiel in Frankfurt, Singapur oder Sydney.
Also in Frankfurt werde ich auf jeden Fall wieder starten und in Berlin wahrscheinlich auch. Und sonst muss man ja auch sehen, wo ich überhaupt starten darf. Bei einigen Rennen durfte ich altersbedingt gar nicht starten. In Mailand dachte man zum Beispiel, dass der Massenstart für mich zu gefährlich sei. Man muss also abwarten …

Und wenn es von den Veranstaltern ermöglicht wird, wäre auch ein Start bei einem der großen Rennen außerhalb Europas geplant?
Ja.

Du warst ja im vergangenen Jahr Dritte im Gesamtweltcup. Was ist nach diesem großartigen Saisonstart in diesem Jahr für dich möglich?
Also ich werde starten wo immer ich kann und mich natürlich bemühen am Ende wieder gut dabei zu sein.

Du betreibst neben dem Treppenlauf auch noch andere Sportarten. Wie trainierst du? Wie müssen wir uns das Treppen-Training der Marie-Fee Breyer vorstellen?
Ich laufe oft Mittelstrecken und trainiere ein bis zwei Mal in der Woche auf der Treppe. Im Sommer laufe ich oft in Freiburg am Schlossberg, da gibt es vom Kanonenplatz eine Treppe zum Aussichtsturm. Zusammen mit dem Turm sind das dann insgesamt etwa 100 Höhenmeter.

Was meinen denn deine Klassenkameraden zu deinen sportlichen Erfolgen? Kommt da zwischendurch auch einmal Neid auf?
Meine Freunde freuen sich schon, wenn sie etwas darüber hören. Andere wiederum interessiert es weniger. Aber vor allem die Jungs interessieren sich für meine Rennen, weil die eben generell etwas Wettkampf-orientierter denken.

Passiert es dir das angesichts deiner sportlichen Aktivitäten manchmal auch, dass dein Umfeld das für leicht verrückt hält?
Bei den flachen Läufen nicht, aber wenn ich erzähle, dass ich Treppen laufe, dann bringt das die Leute schon manchmal zum Staunen.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die restliche Saison.

Das Interview führte Sebastian Wurster.

Weiterlesen

Seite 6 von 6
Zurück zur ersten Seite:
Deutsche beim Towerrunning Basel vorn


Towerrunning:

Towerrunning

Die höchsten Herausforderungen für Treppenläufer

Der Messeturm in Frankfurt ist der höchste Turm in Deutschland, in dem ein Treppenlauf stattfindet
Hier kommen Treppenläufer hoch hinaus: Die höchsten Türme mit... mehr

Towerrunning World Cup

Das Towerrunning-Highlight: Der Empire State Building Run Up

Norbert Lechner vor dem Empire State Building
Rund 300 Läufer erklommen beim Empire State Building Run die die 1576... mehr