Leserreporterin Chantal Englebert über ihr erstes Mal

Marathon laufen? Eine Utopie!

Der erste Marathon war auch für unsere Leserreporterin Chantal Englebert ein unbeschreiblich schönes Erlebnis. Hier verleiht sie ihrer Freude Ausdruck.

Frankfurt-Marathon 2013 - Die Bilder
Leserreporterin Chantal Englebert beim Frankfurt-Marathon 2013

Auch wenn ihr der Regen ins Gesicht peitschte – der erste Marathon war für Chantal Englebert traumhaft.

Bild: privat

Wie fühlt sich das an – Marathon?

Nach einigen Halbmarathons fragte ich mich immer und immer wieder, welch ein Gefül man haben muss, wenn man über die Ziellinie nach einem Marathon läuft. Aber die Angst zu versagen war zu groß. Obwohl es mir reichen würde, einfach nur anzukommen – egal, in welcher Zeit. Das müsste doch zu schaffen sein! Bei einem Abendessen in Frankfurt und nach einigen Gläsern Rotwein war es geritzt: ich wollte den Frankfurt-Marathon laufen. Tim, ein Personal Trainer aus Frankfurt, versprach mir, dass er die Strecke mit mir laufen werde. Jetzt gab es kein zurück mehr. Versprochen ist versprochen.

Der Trainingsplan

Ich kaufte mir einige Bücher, las sehr oft vom Hammermann bei Kilometer 30, den Krämpfen unterwegs und gab den Gedanken fast schon wieder auf. Mein Personal Trainer Conny Gabellini aus Luxemburg setzte mir einen Lauf- und Krafttrainingsplan auf. Der Plan sah aus, als glaubte sie, ich wollte gewinnen und nicht einfach nur ankommen. Würde ich diesen Trainingsplan durchziehen? Ja, und wie! Ich hatte eisernen Willen, wie ein Rottweiler hatte ich mich fest gebissen, der innere Schweinehund hatte keine Chance. Es war hart, aber es musste sein. Conny machte mir immer wieder Mut, wenn ich glaubte, doch aufgeben zu müssen. Mein Mann unterstütze mich, wo er nur konnte und schob mich fast aus der Tür, wenn ich wieder mit dem Lauftraining schwächeln wollte. Auch er war knallhart und ohne Gnade. "Was sein muss, muss sein," sagte er immer wieder.

Frankfurt-Marathon 2014 - Die Fotos

Voller Euphorie auf der Strecke: Chantal Englebert beim Frankfurt-Marathon.

Bild: privat

Die letzte Woche vor meinem ersten Marathon verspürte ich überall Schmerzen – in den Knien, Beinen und Waden. Endlos lang wurde die Schmerzensliste und unzählige Tuben Crèmes landeten auf den Beinen und Waden.

In der Gruppe auf zum ersten Marathon

Dann war es soweit. Tim Gondorf von Peak Personal Training aus Frankfurt/Main holte mich zusammen mit zwei seinen Laufkunden an der Rezeption ab. Unser Ziel war, einfach nur anzukommen, egal in welcher Zeit. Ich war total erleichtert, dass wir alle vier das gleiche Ziel vor den Augen hatten. Wir begaben uns zum Startblock. Mir war übel vor Angst und ich wünschte mir schon, dass der Spuk bald vorbei war. Aber was soll's – umdrehen ist jetzt auch doof, dachte ich. Der Puls stieg an. Wir klatschten uns ab und sagten uns, dass wir es schaffen würden. Dann endlich durften wir loslaufen. Noch eine letzte Bitte an die Beine, nicht zu versagen und zu verkrampfen und schon waren die ersten fünf Kilometer geschafft.

Tolle Stimmung trotz Regen

Es war eine tolle Stimmung an der Strecke. Der Regen peitschte uns ins Gesicht, aber das war egal – einfach nur ankommen. Die Zeit verging wie im Fluge, jeder Pit-Stop wurde ausgenutzt. Die freiwilligen Helfer sprachen uns Mut zu – es war einfach ein Traum. Nach Kilometer 22 sagte uns Tim: "Mädels, setzt euch ab und rollt das Feld von hinten auf!" Gesagt, getan. Christel und ich rollten. Die ganze Zeit hatte ich ein Grinsen auf dem Gesicht. Wir hörten nicht auf zu quatschen – wie schön kann Marathonlaufen sein!

Leserreporterin Chantal Englebert beim Frankfurt-Marathon 2013

Bild: privat

Der einmaligen Zieleinlauf in die Frankfurter Festhalle überwältigt Leserreporterin Chantal Englebert sichtlich.

Ins Ziel in der Festhalle fliegen

Ich hatte weder Schmerzen in den Knien noch in den Beinen, der Hammermann ließ sich nicht blicken und ich konnte nicht glauben, als ich bei Kilometer 35 meinen Mann sah. Christel schaute auf ihre Pulsuhr. Nur noch sieben Kilometer, dann sind wir zu Hause. Wir schaffen das unter 5 Stunden. Welch eine Freude! Das harte Training hat sich gelohnt, dachte ich nur. Und dann sah ich die Festhalle! Freude pur, ich spürte die Flügel wachsen und wir rannten Hand in Hand durch das Ziel. Das war so unbeschreiblich schön. Nach 4:43:59 Stunden wurde aus der Utopie Wirklichkeit! Wahnsinn! Herrlich!

Danke an Conny meine Personal Trainer Conny und Tim, an Christel und Veronica. Aber der größte Dank gebührt meinem wunderbaren Mann Pierre! Je t’aime Pitchou.

Das war bestimmt nicht mein letzter Marathon!

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