Weltmeisterschaft Daegu 2011

Marathon der Männer: Wie stark ist Eliud Kiptanui?

Auf der Marathondistanz der Männer gibt es bei der WM in Daegu/Südkorea keinen eindeutigen Favoriten.

Eliud Kiptanui in Dubai

Eliud Kiptanui gehört zu den WM-Favoriten.

Bild: photorun.net

Auch im Marathon der Männer, der am Schlusstag der Weltmeisterschaften in Daegu gestartet wird, fehlen die ganz großen Namen wie Haile Gebrselassie, Geoffrey Mutai, Patrick Makau, Martin Lel, Tsegaye Kebede oder US-Star Ryan Hall. Doch sowohl in Kenia als auch in Äthiopien ist die Breite in der Spitze inzwischen so stark, dass diese Länder die Ausfälle problemlos kompensieren können.

Etwas stärker scheinen die Kenianer besetzt zu sein. Besonders zu beachten ist dabei Eliud Kiptanui, der im Mai 2010 mit einem sensationellen Kursrekord in Prag (2:05:39) auf sich aufmerksam machte. Dass er diese Zeit trotz warmer Witterung erreichte, ist ein gutes Zeichen für Daegu. Allerdings konnte Kiptanui in seinen folgenden drei Rennen nach Prag seine Leistung nicht bestätigen. In Berlin lief er im Regen vor knapp einem Jahr auf Rang fünf (2:08:05), in Dubai stieg er im Januar aus und in Rotterdam hatte er im April Magenprobleme und wurde Vierter (2:09:08).

Der Mann, der überraschend in Dubai gewann, ist ebenfalls in Daegu am Start: David Barmasai wird in Südkorea erst seinen zweiten Marathon außerhalb Kenias laufen. In Dubai hatte er beachtliche 2:07:18 Stunden erreicht. Bereits dreimal unter 2:06 Stunden lief Vincent Kipruto, der im April in Rotterdam mit 2:05:33 Zweiter war. Seine Bestzeit ist sogar noch 20 Sekunden schneller. Kenia schickt außerdem den Titelverteidiger Abel Kirui (Bestzeit: 2:05:04) sowie Benjamin Kiptoo (2:06:31) ins Rennen. Normalerweise wäre diese kenianische Mannschaft im Weltcup (dem integrierten Team-Wettbewerb der WM) nicht zu schlagen, doch das schwül-heiße Wetter wird sicherlich einen Einfluss haben.

Für Äthiopien steht mit Gebre Gebremariam der New York-Marathon-Sieger des vergangenen Jahres am Start. Die gemessen an ihren Bestzeiten schnellsten Äthiopier sind Feyisa Lelisa (2:05:23) und Bazu Worku (2:05:25). Worku stellte 2009 mit 2:06:15 Stunden in Paris eine Junioren-Weltbestzeit auf. Eshetu Wondimu und Chala Dechase sind ebenfalls Weltklasseläufer, die für Äthiopien starten werden.

Es ist schwer vorherzusehen, ob Läufer einer anderen Nation in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Die Marokkaner sind unter anderem mit Abderrahim Goumri (Bestzeit: 2:05:30) und Rachid Kisri (2:06:48) im Rennen, doch an ihre Bestzeiten kamen sie in den letzten Jahren nicht heran.

Der Schweizer Europameister Viktor Röthlin ist in Daegu nicht am Start, dafür aber der EM-Zweite von Barcelona 2010, José Manuel Martinez (Spanien). Deutsche Athleten fehlen in Südkorea. Für André Pollmächer (Düsseldorf-Marathon) und Falk Cierpinski (SG Spergau) hat die Olympiaqualifikation bei einem Herbstmarathon eindeutig Priorität.

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