Deutsche Meisterschaften Kassel 2011

Ludolph und Schlangen siegen über 800 und 1.500 Meter

Sören Ludolph siegt über 800 Meter, Carsten Schlangen erkämpft sich im Bummelrennen den Titel über 1.500 Meter.

Deutsche Meisterschaften Kassel 2011

Carsten Schlangen.

Bild: photorun.net

Vier Entscheidungen gab es am Sonntag über die Mittelstrecken in Kassel. Nachdem Robin Schembera (Bayer Leverkusen) im 800-m-Finale verletzungsbedingt fehlte, wurde Sören Ludolph (LG Braunschweig) in 1:50,42 Minuten Deutscher Meister vor Timo Benitz (TG Stockach/1:50,69 Minuten) und Sebastian Keiner (Erfurter LAC/1:50,70 Minuten). Meist sind Meisterschaftsrennen von Taktik geprägt und daher eher langsam – so auch in Kassel. Doch die 1.500 m der Männer waren in dieser Hinsicht noch extremer als üblich. Die Siegzeit von Carsten Schlangen (LG Nord Berlin), der nach 3:57,94 Minuten im Ziel war, ist international gesehen eigentlich eine „Frauenzeit“. Der Berliner gewann im Endspurt vor Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg/3:58,37 Minuten) und Jonas Hamm (LG Braunschweig/3:58,88 Minuten) und erklärte danach: „Es war verrückt. Es war zwar ein Meisterschaftsrennen, aber das so langsam gelaufen wird, das habe ich noch nicht erlebt.“

Über 800 m der Frauen gewann Jana Hartmann (LG Olympia Dortmund) in 2:06,67 Minuten vor Annett Horna (Bayer Leverkusen/2:06,86 Minuten) und Karoline Pilawa (LG Stadtwerke München/2:06,91 Minuten) den Titel. Souverän setzte sich im 1.500-m-Finale Corinna Harrer durch. Die Läuferin der LG Telis Finanz Regensburg war nach 4:10,47 Minuten vor Elina Sujew (SC Potsdam/4:16,21 Minuten) und Anne Kesselring (LAC Quelle Fürth/4:17,25 Minuten) im Ziel. Auch nach den Deutschen Meisterschaften hat kein einziger deutscher Mittel- und Langstreckler auf der Bahn eine A-Norm für die WM erreicht. Die einzige, die diesen Richtwert deutlich unterbot, ist Marathonläuferin Irina Mikitenko (SC Gelnhausen), die aber nicht bei der WM laufen wird.

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