Frauenlauf New York

Linet Masai gewinnt Duell der Weltmeisterinnen

Beim Frauenlauf in New York joggte die im fünften Monat schwangere Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe mit.

New York Frauenlauf

Paula Radcliffe (rechts) joggte das letzte Stück gemeinsam mit ihrer dreijährigen Tochter Isla und Kara Goucher (ohne Startnummer).

Bild: photorun.net

Linet Masai hat das große Duell der Weltmeisterinnen in New York gewonnen: Bei dem 10-km-Frauenlauf durch den Central Park ließ die 10.000-m-Goldmedaillengewinnerin der WM in Berlin 2009 die aktuelle Crosslauf-Weltmeisterin Emily Chebet klar hinter sich. Damit gelang der Kenianerin Masai im Kampf gegen ihre Landsfrau zudem eine kleine Revanche, denn im März bei der Cross-WM hatte Chebet mit nur einer Sekunde Vorsprung vor ihr gewonnen. In New York war Siegerin Masai nach flotten 30:48 Minuten im Ziel. Für die 39. Auflage des ältesten Frauenlaufes hatten über 7.000 Läuferinnen gemeldet. Von ihnen wurden schließlich genau 5.189 im Ziel registriert.

In New York startete am Sonnabend bei guten Bedingungen das stärkste Elitefeld in der Geschichte des Rennens. Neben Masai und Chebet waren unter anderen die aktuelle Boston-Marathon-Siegerin Teyba Erkesso (Äthiopien) und die mehrfache Halbmarathon-Weltmeisterin Lornah Kiplagat (Holland) am Start. Doch als Linet Masai nach einer 5-km-Durchgangszeit von 15:24 Minuten weiter auf das Tempo drückte, konnte keine der anderen mehr mithalten. Die erst 20-jährige Kenianerin lief die zweite Rennhälfte dann exakt genauso schnell wie die erste und gewann in 30:48 Minuten, der viertschnellsten je in New York bei diesem Rennen gelaufenen Zeit. Um lediglich drei Sekunden verpasste Linet Masai die aktuelle Jahresweltbestzeit. „Jetzt kenne ich die Strecke und beim nächsten Mal werde ich versuchen, den Kursrekord zu brechen“, sagte Linet Masai, der 20 Sekunden fehlten, um den acht Jahre alten Streckenrekord der Marokkanerin Asmae Leghzaoui zu brechen.

Den Kampf um Platz zwei entschied die Cross-Weltmeisterin für sich: Emily Chebet war nach 31:13 Minuten vor der Äthiopierin Worknesh Kidane (31:18) im Ziel. Die aus Kenia stammende Lornah Kiplagat wurde nach einer längeren Verletzungspause Vierte in 31:40. Als beste nicht aus Afrika stammende Läuferin erreichte Kim Smith (Neuseeland) mit 32:15 Rang fünf. Sechste wurde Teyba Erkesso in 32:24.

Im fünften Monat schwanger, joggte die 10-km- und Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe in New York locker mit. Die Engländerin, die im September ihr zweites Kind erwartet, wurde auf den letzten Metern von ihrer Tochter Isla und der ebenfalls schwangeren US-Topläuferin Kara Goucher begleitet.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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