CRAFT Women's Run Berlin 2015

Laufperlen mit Schweißperlen

Der perfekte Frauentag für Läuferinnen: Für fast 2.500 Laufperlen fand er beim CRAFT Women's Run in Berlin statt. Es war insgesamt bereits der 38. Lauf in dieser Frauenlaufserie.

CRAFT Women's Run Berlin 2015 - 5-km-Lauf
CRAFT Women's Run Berlin 2015

Ein toller Start beim CRAFT Women’s Run Berlin.

Bild: Urs Weber

Das Reitstadion am Olympiagelände verwandelte sich in eine grün-brombeerfarbene Festwiese. Das Women’s Village füllte sich bereits lange vor dem ersten Start zum 5-km-Lauf. Am ersten Ferienwochenende in Berlin war hier viel los – ob beim Glücksrad-Drehen, der Gesundheitsberatung, beim Fingernägel-Lackieren oder bei der Women’s Wellness mit den Massageliegen. Unterhaltung, Shoppen oder Beratung – die Stände der Sponsoren boten das gesamte Programm. Und dazu gab es fast perfekte Wetterbedingungen: Bei Temperaturen bis 30 Grad konnten die Laufperlen vor dem Lauf auf dem Rasen im Schatten der Bäume liegen oder auf den Bänken in der Sonne zusammenkommen. Einige rückten sich die bereitstehenden mit Wasser gefüllten kleinen Pools zurecht und verschafften sich etwas Abkühlung.

Für RUNNER'S WORLD war der Fotograf Norbert Wilhelmi vor Ort beim CRAFT Women's Run Berlin. Seine schönsten Bilder zum 5-Kilometer-Lauf im Rahmen des CRAFT Women's Run finden Sie oberhalb dieses Artikels. Bilder vom 8-Kilometer-Lauf sowie dem Women's Village finden Sie weiter unten.

Sportliche Laufperlen aus allen Altersklassen beim CRAFT Women's Run Berlin

Und als wenn auch die Wetterverhältnisse von den Organisatoren beeinflusst werden, sorgte die pünktlich vor dem Start sich verdickende Bewölkung für etwas Schatten und einen kühlenden Wind. Bunt gemischt zeigte sich das Starterinnenfeld – von der ältesten Teilnehmerin aus Niedersachen (Jahrgang 1937), die mit ihrer Tochter lief, bis zur 10-Jährigen Annemarie Auris aus Berlin, die prompt im Schlussspurt ihrer Mutter Anne davonlief und so beim 5-km-Lauf nach 21:42 Minuten als Erste ins Ziel kam. Da konnte selbst die frühere zweifache Olympiasiegerin im Weitsprung nicht mithalten: Heike Drechsler, - die als Sportbotschafterin der Barmer GEK am Start war – wollte, so der Leichtathletik-Start vor dem Start, „eigentlich nur locker mitjoggen“. Aber auf die immer noch hervorragend trainierte Sportlerin trifft das Motto zu: einmal Athletin, immer Athletin. Sobald der Startschuss fällt wird Vollgas gegeben. „Die 5 km merke ich gut in den Beinen“, so die nach Luft japsende Sportlerin im Ziel, die erst kürzlich ihr Sportabzeichen abgelegt hatte.

CRAFT Women's Run Berlin 2015 - 8-km-Lauf

Da ließ es eine weitere Prominente im Feld deutlich ruhiger angehen: Schauspielerin Minh Khai, bekannt vor allem auch durch ihre Teilnahme bei „Let’s Dance“, wo sie den zweiten Platz belegt hatte, schnürte ihre Laufschuhe für die fünf Kilometer. „Das war mein erster Start bei einem offiziellen Lauf“, so die äußerst frisch wirkende Minh. „Ich laufe zwar regelmäßig, aber fast immer auf dem Laufband. Das Lauftraining ist gut für meine Kondition, das hilft mir natürlich auch beim Tanzen – aber beim Tanzen geht die Zeit viel schneller rum. Da kann ich drei Stunden durchtanzen“, so die drahtige Schauspielerin, „beim Laufen reicht mir eine halbe Stunde.“ Immerhin: Sie benötigte nur 30 Minuten für die fünf Kilometer, war nach exakt einer halben Stunde im Ziel (30:35 Minuten). „Puh, das war warm“, sagte die über das ganze Gesicht strahlende Minh, „da war der kurze Regenschauer zwischendrin direkt erfrischend.“

CRAFT Women's Run Berlin: Miriam van Reyen gewinnt 8-km-Lauf

Der 8-km-Lauf fand nach intensivem Aufwärmprogramm durch Fitness-Instruktorinnen statt. Auch hier zog sich wie zuvor schon das Feld der Läuferinnen mit den brombeerfarbenen Laufshirts weit auseinander. Die weitgehend flache Strecke führte über das Maifeld vorbei am traditionellen Olympiastadion bis hin zum Zieleinlauf im Reiterstadion. Mit großem Abstand siegte hier die junge Miriam van Reyen aus Amsterdam nach nur 30:05 Minuten. „Ich habe einen Wochenendtrip mit meiner Mutter nach Berlin gemacht um mir die Stadt anzuschauen“, so die Duathletin mit einer Marathonbestzeit von 2:41 Stunden. „Und dann habe ich gesehen, dass es den CRAFT Women’s Run gibt – da wollte ich unbedingt noch mitmachen.“ So war sie die Erste im Ziel des 8-km-Laufes – aber die nach ihr ins Ziel stürmenden, verschwitzten und glücklichen Laufperlen waren nicht weniger fröhlich.